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Lassa-Fieber in Deutschland: DAS müssen Sie über das Virus wissen

Uniklinikum Köln
In Köln starb ein Mann am gefährlichen Lassa-Fieber © dpa, Rolf Vennenbernd

Lassa-Fieber in Deutschland: Das müssen Sie über das tödliche Virus wissen

Ein Patient der Uniklinik Köln ist an dem tropischen Lassa-Fieber gestorben. Nach Angaben des Krankenhauses war der Patient mit der Diagnose Malaria direkt aus Afrika nach Köln überwiesen worden. Wenige Stunden später sei er gestorben. Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin habe dann post mortem die Verdachtsdiagnose Lassa-Fieber gestellt.

Das Lassa-Fieber ist äußerst ansteckend und wird per Kontaktinfektion oder Schmierinfektion übertragen. Das Fatale am Virus ist der schleichende Krankheitsverlauf: Zu Beginn klagen Infizierte über grippeähnliche Symptome wie Muskel- und Gliederschmerzen, sowie Übelkeit und Kopfschmerzen. Daraufhin entsteht ein Dauerfieber und die Patienten sind apathisch und stark abgeschlagen.

Das Lassa-Fieber bewirkt zudem im Körper die Reduzierung von wichtigen Thrombozyten - die Blutgerinnung wird enorm gestört. Meistens ist dies auch die Ursache für den Tod der Erkrankten, da sie an inneren Blutungen, die durch das Virus entstanden sind, sterben.

Gegen das Lassa-Fieber gibt es bisher keine Therapie oder Schutzimpfung, was das Virus unberechenbar macht. Lassa tritt in mehreren Ländern Westafrikas auf. In Deutschland kommt die Krankheit nur äußert selten vor, wenn sie durch Reisende aus Afrika eingeschleppt wird. Bislang wurden nur fünf Fälle in Deutschland registriert.

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