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Langeweile: Gelangweilte sterben früher

Langeweile: Gelangweilte sterben früher
© Dmitriy Berkut - Fotolia, Dmitriy Berkut

Wer sich langweilt, stirbt früher

Lungern Sie gerne auf dem Sofa herum und gucken auf der Arbeit auch öfter mal Löcher in die Luft? Auf den ersten Blick mag das gar nicht schlecht sein, zu viel Stress ist schließlich schädlich. Zu öde sollte Ihr Leben aber auch nicht aussehen.

Denn wer sich häufig über Langeweile beklagt, der stirbt zumindest statistisch gesehen früher als Menschen, die in Beruf und Freizeit voll ausgelastet sind. Dies berichtet die Zeitung 'Daily Mail’ und verweist auf das 'International Journal of Epidemiology’.

In den 80er-Jahren fragten Wissenschaftler der Universität London 7.524 Beamte zwischen 35 und 55 Jahren, ob ihr Leben häufig durch Langeweile bestimmt ist. 25 Jahre danach waren viele der Befragten bereits gestorben, und die Daten wurden erneut verglichen.

Die Studie ergab: Unter den Gelangweilten gab es fast 40 Prozent mehr Todesfälle. "Wir konnten einen klaren Zusammenhang zwischen chronischer Langeweile und Herz-Kreislauf-Erkrankungen feststellen", so Co-Autor der Studie Martin Shipley.

Gelangweilte rauchen und trinken eher

Auch den Grund dafür will der Wissenschaftler erkannt haben: "Menschen, die nichts mit sich anzufangen wissen, greifen häufiger zu Alkohol und Nikotin. Dieser Lebenswandel beeinträchtigt die Gesundheit und sorgt dafür, dass viele früher sterben."

Was lernen wir daraus? Unternehmen Sie etwas, gehen Sie raus, treiben Sie Sport, treffen Sie Freunde, ab ins Kino und Theater. Dann klappts auch mit dem hohen Alter.

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