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Lange und dichte Wimpern mit der richtigen Pflege

Lange und dichte Wimpern mit der richtigen Pflege
© dpa, Patrick Seeger

Für den perfekten Augenaufschlag

Kräftige, lange und dunkle Wimpern sind der Traum vieler Frauen. Doch nicht immer fällt der natürliche Wuchs der feinen Härchen zur Zufriedenheit ihrer Trägerin aus. Deshalb wird zu allerlei Tricks gegriffen, und auch die richtige Pflege ist von Bedeutung An den Ober- und Unterlidern wachsen beim Menschen feine, leicht geschwungene Härchen, die von Natur aus verschiedene Farben aufweisen können. Ihre Tönung ist angeboren, sie kann von hellem Blond über einen schimmernden Rotton bis hin zu tiefem Schwarz variieren.

Die oberen Wimpern erreichen eine Länge von acht bis zwölf Millimetern, die unteren sind mit etwa sechs bis acht Millimetern deutlich kürzer. Auch die Dichte der Härchen ist von Mensch zu Mensch verschieden. Am oberen Lid wachsen rund 150 bis 250 Wimpern, unten sind es zwischen 50 und 150 Härchen. Nach 100 bis 150 Tagen fallen die Wimpern aus und wachsen dann nach. Außer den Menschen tragen auch viele Säugetiere Wimpern, sie dienen dem Schutz der Augen vor Insekten und Schmutzpartikeln.

Alte Tusche ist Gesundheitsrisiko

Diese in der Natur wichtige Funktion der kleinen Haare spielt bei uns heute kaum noch eine Rolle. Vor allem bei Frauen sind sie stattdessen zum Blickfang geworden und haben in der westlichen Welt einem Schönheitsideal zu entsprechen. Kräftig sollen sie sein, möglichst dunkel, dicht, lang und schön gewunden. Die Kosmetikindustrie entwickelt ständig neue Rezepturen für Wimperntusche, die nicht nur für eine dunkle Färbung, vorgetäuschte Länge sowie Volumen sorgt, sondern obendrein pflegende Substanzen enthält. Wichtig ist, dass Wimperntusche, die auch als Mascara bezeichnet wird, frisch sein sollte.

Viele Sorten trocknen relativ rasch ein, weshalb die Hersteller auf den Verpackungen angeben, dass die Produkte nach dem Öffnen nur sechs Monate haltbar sind. An diese Empfehlung sollte man sich halten, denn verklumpte Wimperntusche sieht nicht nur unschön aus und belastet die Wimpern, sondern stellt zudem ein Gesundheitsrisiko dar. Mit der Zeit können sich Bakterien in dem Produkt vermehren, die zu Augenreizungen oder -entzündungen führen können.

Abschminken nicht vergessen

Lange und dichte Wimpern mit der richtigen Pflege

Damit die Wimpern nachts nicht abbrechen, muss Mascara vor dem Schlafengehen gründlich und schonend entfernt werden. Der Fachhandel bietet spezielle augenfreundliche Lotionen an, die die Wimperntusche sanft lösen und den feinen Härchen pflegende Substanzen spenden. Mit einem weichen Tuch ist die Tusche durch sanftes Reiben in eine Richtung abzuwischen. Niemals sollte in verschiedene Richtungen gerieben werden, schon gar nicht gegen die Wuchsrichtung der Wimpern. Hierdurch können sie abbrechen oder ausreißen.

Sobald die Wimperntusche vollständig entfernt ist, sollten eventuell vorhandene Rückstände der Reinigungslotion ebenfalls vorsichtig durch Tupfen mit einem sauberen Tuch entfernt werden.

Hausrezept: Olivenöl

Spezielle Wimpernpflegeprodukte gibt es ebenfalls auf dem Markt, manche Frau schwört allerdings auf Hausrezepte wie Olivenöl, das mit einem Wattestäbchen über Nacht dünn aufgetragen wird. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass das Öl nicht in die Augen gelangt, sonst kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Deshalb ist größte Vorsicht geboten. Normalerweise sind solche ‚Kurpackungen’ ohnehin nicht nötig, sofern die Wimperntusche sorgfältig entfernt wird.

Künstliche Wimpern

Lange und dichte Wimpern mit der richtigen Pflege

Frauen mit spärlichem Wimpernwuchs können mit künstlichen Härchen für mehr Volumen sorgen. Diese winzigen Kunstwimpern werden mit einem Spezialkleber direkt am Wimpernkranz befestigt und müssen vor dem Schlafengehen mit einer entsprechenden Lotion gelöst werden. Weil sich in künstlichen Wimpern Bakterien festsetzen können, sind die Mini-Haarteile regelmäßig nach Herstellerempfehlungen zu reinigen.

Wer seine hellen Wimpern dauerhaft dunkler färben möchte, kann dies entweder in einem Kosmetikstudio oder im Friseursalon durchführen lassen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit Wimpernfarbe aus dem Fachhandel selbst Hand anzulegen. Beim Färben ist grundsätzlich zu bedenken, dass die Farbe bei nicht sachgemäßer Anwendung schwere Augenreizungen hervorrufen kann. Auch greift sie - wie nahezu alle chemischen Haarfarben - auf die Dauer die Haarstruktur an. Deshalb sollten die Wimpern nicht öfter als alle vier bis sechs Wochen gefärbt werden. Zu groß ist sonst die Gefahr, dass die Härchen spröde werden und abbrechen.

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