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Lammily Doll: Anti-Barbie bekommt sogar ihre Tage

Gute Aufklärungsmethode - oder völliger Quatsch?

'Lammily' ist die etwas andere Barbiepuppe. Sie ist nicht nur fülliger und hat Cellulite zum Aufkleben, sie bekommt auch ihre Tage. Damit möchten die Erfinder den Mädchen die Angst vor der ersten Periode nehmen. Doch was halten Eltern und Experten davon?

Die Puppe mit Makeln hat Pickel im Gesicht, Streifen am Bauch - und ein Arschgeweih hat sie auch. Lammily heißt übersetzt so etwas wie hässliches Entlein. Der US-Künstler Nicolay Lamm hat die Lammily Doll, die in den USA ein Verkaufsschlager ist, als Gegenentwurf zur Barbie designt. Lammily sieht aus wie eine 1,63-Meter-große Durchschnittsfrau, die 68 Kilogramm auf die Waage bringen würde. Anders als Barbie hat Lammily also weder übertriebenen Idealmaße noch makellose Haut.

Viele Eltern finden die Idee der realitätsnahen Durchschnittspuppe super, weil ihre Proportionen realistischer sind. Doch bei den Kindern scheiden sich die Geistern – die einen finden sie nicht schön, die anderen dagegen völlig okay.

Außer ihren sympathischen Makeln und ein bisschen mehr auf den Rippen hat die 'Lammily Doll' auch eine Aufklärungsmission. Bunte Bindensticker sollen Kinder spielerisch auf die erste Periode vorbereiten. Doch für Experten geht das Periodenzubehör etwas zu weit. Und auch viele Eltern finden das etwas übertrieben.

Egal, ob Sie ihrem Kind eine Barbie oder eine 'Lammily' kaufen – Prinzessin spielen kann man mit beiden sicher gleich gut.

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