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Lästern und tratschen: 5 Gründe, warum wir es so gerne machen

Lästern: 5 Gründe, die dafür sprechen

Wir tun es alle - der eine mehr, der andere weniger. Manche machen es gewollt, andere eher unbewusst. Warum wir aber gern lästern und tratschen - und das sogar nützlich sein kann: Hier sind fünf triftige Gründe!

5 Gründe fürs Tratschen
Lästern: Darum machen es Frauen so gerne © picture alliance / CTK, Vlk Vojtìch

1. Lästern als soziales Warnsystem

Tratschen gilt unter Experten als soziales Warnsystem: Über dritte Personen erfährt man, ob jemand hinterhältig oder besonders vertrauenswürdig ist. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Klatsch meist negativ ist. Deswegen ist es von Vorteil, jederzeit über mögliche "Gefahrenquellen" informiert zu sein. Besonders Frauen haben ein Interesse daran, über möglichst viele Sachverhalte in Kenntnis gesetzt worden zu sein, damit sie immer auf dem "neuesten Stand" der Dinge ist. Das liegt einfach im Naturell des weiblichen Geschlechts.

2. Menschenkenntnis verbessern

Lästern dient ebenfalls dazu, möglichst schnell möglichst viel über einen Menschen zu erfahren und zu lernen, ohne ihn selbst zwingend sehr gut kennen zu müssen. Für einen ersten Eindruck von einer Person dient der Flurfunk also in jedem Fall. Von bösartigen Menschen hält man sich schließlich eher fern, zu Zuverlässigen nimmt man eher Kontakt auf. Um schmerzhafte Erfahrungen zu vermeiden, verlassen sich vor allem Frauen auf ihren Instinkt und die Erkenntnisse ihrer männlichen und weiblichen "Informanten".

3. Orientierung für das eigene Handeln

Für das eigene Tun ist Lästern ebenfalls von Vorteil - vor allem im eigenen sozialen Umfeld. Welche Verhaltensweisen sind bei meiner Familie, meinen Freunden oder auf der Arbeit angesehen? Welches Handeln wird eher mit Ignoranz bestraft? Und welches durch Anerkennung belohnt? All diese Fragen lassen sich über das Lästern erörtern, weshalb Psychologen dem Lästern auch in diesem Punkt eine wichtige Rolle zuschreiben.

4. Gemeinschaftsgefühl wächst

Schließen wir uns einer Gruppe an und bestätigen sich innerhalb dieser unsere Wertvorstellungen, so wächst dabei das Gemeinschaftsgefühl. Kein Wunder, dass Studien ergeben haben, dass Frauen in Dörfern mehr lästern als Frauen in der Stadt. Frauen haben zudem ein größeres Interesse daran, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen und in Harmonie zu leben als Männer, weshalb sie den vermittelten Werten gern Folge leisten oder durch Lästern versuchen, neue Werte in die Gemeinschaft einzubringen.

5. Der soziale Vergleich

Lästern wir über andere Frauen oder Männern, nervt der Arbeitskollege so richtig und macht die Chefin wieder einmal alles falsch - dann fühlen wir uns besser. Lästern Frauen über andere Personen, dann helfen sie sich oft selbst dabei, sich besser zu fühlen. Dann nützt Lästern gleich in zweifacher Hinsicht: Wir erheben uns über andere und haben gleichzeitig die Chance, unserer Wut freien Lauf zu lassen. Stress-Abbau und Steigerung der eigenen Laune wird mit einem Schlag möglich.

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