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Kuscheltiere im Test: Zwei Drittel wegen Schadstoffen und Sicherheitsmängeln durchgefallen

Zwei Drittel durchgefallen: Schadstoffe und kaputte Nähte
Zwei Drittel durchgefallen: Schadstoffe und kaputte Nähte 'Stiftung Warentest' prüft Stofftiere 00:02:11
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Von wegen süß: Prüfer fanden Schadstoffe und gerissene Nähte

Kuschel-Hase, Plüsch-Katze oder Teddy stehen sicher auch diese Weihnachten auf sehr vielen Wunschzetteln. Umso erschreckender ist das, was die 'Stiftung Warentest' herausbekommen hat. Von 30 verschiedenen Kuscheltieren fielen zwei Drittel im Test durch - wegen Sicherheitsmängeln oder Schadstoffen. Zu den gefährlichsten Schadstoffen zählten die krebserzeugenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Und wer denkt, bei teurem Markenspielzeug auf der sicheren Seite zu sein, der irrt. Unter den Verlierern waren auch namhafte Hersteller wie Steiff und Käthe Kruse. Ein 'gutes' bekommt man dagegen schon für fünf Euro.

'Stiftung Warentest' prüft Kuscheltiere
Schadstoffe und gerissene Nähte fanden die Tester in Teddys und Co.

Die gute Nachricht zuerst: Den Test auf Entflammbarkeit haben alle Produkte bestanden. Die Kuscheltiere wurden außerdem einer Belastungsprobe unterzogen. Schließlich müssen die Teddybären es aushalten, wenn Kinder an ihren Armen und Beinen zerren. Bei der Zugprüfung versagten drei Produkte. Ihre Nähte rissen so weit auf, dass die Kinder die Füllung herausziehen und in den Mund nehmen könnten. Die Hersteller und die Sicherheitsbehörden wurden informiert, da diese Stofftiere die rechtlichen Bestimmungen nicht einhalten.

Doch nicht nur das bemängelten die Prüfer: 21 Kuscheltiere enthielten kritische Mengen an gesundheitsgefährdenden Substanzen, wie Formaldehyd, Diethylhexylphthalat (DEHP) und Diisobutylphthalat (DIBP). Außerdem war der Plüsch vieler Tiere mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen belastet. Besonders schlimm: Diese krebserregenden Stoffe ließen sich auch durch mehrmaliges Waschen nicht entfernen. Nur acht der getesteten Tiere halten die Tester für empfehlenswert.

Die Experten empfehlen beim Einkauf sich die Verarbeitung der Stofftiere genau anzusehen und dabei auf instabile Nähte und sich lösende Kleinteile zu achten. Beim Spielzeug, das auffällig riecht, raten die Tester vom Kauf ab.

Die Tops und Flops im Test

Die besten 5 Kuscheltiere

Schlenkertier Hase von ‚Senger Tierpuppen‘ für 58,00 Euro – sehr gut (1,0)

Smiki Hund von ‚Spiele Max‘ für 15,00 Euro – gut (1,6)

Bob der Bär, Affenbaby von ‚Galeria Kaufhof‘ für 7,00 Euro – gut (1,7)

Lamm von ‚Kik‘ für 5,00 Euro – gut (1,7)

Katze Sweety von ‚Sigikid‘ für 27,00 Euro – gut (1,7)

Die schlechtesten 5 Kuscheltiere

Hoppi Schlenker-Hase, 26 cm von ‚Steiff‘ für 50,00 Euro - mangelhaft (5,5)*

Drache Kuno Spieltier von ‚Käthe Kruse‘ für 27,00 Euro - mangelhaft (5,5)

Kuschelwuschel, Pegasus Cerise, 20 cm von ‚Karstadt‘ für 10,00 Euro – mangelhaft (5,5)

Lilleplutt Katze grau-weiß von ‚Ikea‘ für 5,00 Euro – mangelhaft (5,2)

Teddybär mit Herz von ‚Nanu-Nana‘ für 2,95 Euro – mangelhaft (4,8)

*Hier wurden keine Schadstoffe gefunden, der Hase schnitt nur in der Zugprüfung schlecht ab.

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