Kuscheln und Mitgefühl sind genetisch bedingt

Sozialverhalten: Knuddel-Gen steuert Mitgefühl
Sozialverhalten: Knuddel-Gen steuert Mitgefühl © Yvonne Bogdanski

Zeigt Ihr Mann Mitgefühl, so kuschelt er auch gern

Sie wüssten gerne, wie hoch der Kuschelfaktor Ihres (zukünftigen) Partners ist? Dann müssen Sie eigentlich nur eines tun: Erzählen Sie ihm Ihre Sorgen und beobachten Sie ihn dabei. Schon wissen Sie, ob er das Knuddel-Gen hat.

Ein amerikanisches Forscherteam fand heraus, dass unsere Reaktion auf die Sorgen eines Anderen Rückschlüsse auf unseren 'Kuschelfaktor' zulässt. Dabei werden unser Verhalten und die unbewussten Signale, die wir übermitteln schon durch kleinste genetische Variationen beeinflusst und von unseren Gegenübern ebenso schnell erfasst.

Anteil des Kuschelhormos zeigt das 'Knuddel'-Gen

Die Wissenschaftler beobachteten dazu Menschen, wie sie auf die Sorgen Ihrer Partner reagierten. Und dabei ging es nicht um die Worte, die sie verwendeten, sondern um die nonverbalen Reaktionen. Das Ergebnis: Die Partner, die mit einem Nicken, Lächeln und Mitgefühl bzw. Verständnis reagierten, verfügten in fast allen Fällen über eine bestimmte Genvariante. Diese wird in Zusammenhang mit einem hohen Anteil des Hormons Oxytocin gebracht, das auch als 'Kuschelhormon' bekannt ist. Das Kuschelhormon beeinflusst unter anderem unser Vertrauen, Mitgefühl und unser gesamtes Sozialverhalten.

Soziale Eigenschaften wie beispielsweise Empathie und Fürsorge hängen aber nicht nur von diesem Knuddel-Gen bzw. dem Kuschelhormon Oxytocin, sondern auch von anderen genetischen sowie äußerlichen Faktoren ab. Insofern sollten Sie Ihrem Mann nicht gleich vorwerfen, kein Mitgefühl zu haben, nur weil er den Test nicht vollständig besteht.

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