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Kurzsichtigkeit: Wegen Smartphone und Co. immer mehr Menschen betroffen

Besonders Kinder und Jugendliche sind betroffen

Jeder dritte Deutsche ist kurzsichtig - das hat eine Studie der Uniklinik Mainz ergeben. Die Zahl der Menschen, die also eine Brille oder Kontaktlinsen benötigen, um weit entfernte Objekte scharf zu sehen, steigt auf der ganzen Welt rasant. Experten sprechen bereits von einer Epidemie und warnen, dass es besonders die Generation unserer Kinder noch heftiger treffen soll.

Kurzsichtigkeit: Wegen Smartphone und Co. immer Menschen betroffen
Laut einer Studie ist mittlerweile jeder dritte Deutsche kurzsichtig © dpa/dpaweb, A3508 Rolf Vennenbernd

Die meisten von uns schauen täglich mehrere Stunden auf unsere Smartphones und das ist schlecht für unsere Augen. Vor allem bei Kindern, die noch im Wachstum sind, droht Kurzsichtigkeit, wenn sie zu lange nah vor einem Bildschirm hocken. Nicht umsonst beklagen sich vor allem Kinder über Kopfschmerzen oder brennende Augen, wenn sie zu lange vor dem Bildschirm hocken.

Die Mediziner der Uniklinik Mainz fanden in einer Studie heraus, dass schon jeder Zweite, der viel liest, kurzsichtig ist. Die Augen passen sich an diese 'Nahsicht' an und können so Gegenstände, die weiter weg sind, nicht mehr scharf stellen. Die neuen elektronischen Geräte verschärfen das Problem. "Bei der Benutzung von Tablets und Smartphones ist man extrem nah am Bildschirm. Insofern habe ich ein bisschen Sorge, wie kurzsichtig wir alle in zehn bis fünfzehn Jahren sein werden, wenn jeder jetzt ein Smartphone hat – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen", sagt Prof. Dr. med. Norbert Pfeiffer, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Mainz.

Um auch in Zukunft den Durchblick zu behalten, sollten Kinder jeden Tag zwei Stunden draußen spielen. Das bremst die Kurzsichtigkeit aus, sagen die Forscher.

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