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Kurzsichtigkeit heilen: Mit Augentropfen gegen Kurzsichtigkeit?

Augentropfen sollen zukünftig Kurzsichtigkeit heilen.
Britische Forscher entdecken das Kurzsichtigkeits-Gen.

Augentropfen gegen Kurzsichtigkeit!

Gibt es bald keine Kurzsichtigkeit mehr und können wir Brillen und Kontaktlinsen dann im Museum bestaunen?

Sie sehen zwar Nahes gestochen scharf, weiter Entferntes erkennen Sie jedoch nur schwer – dann leiden Sie an Kurzsichtigkeit. Wie schätzungsweise mehr als 50 Millionen Deutsche auch. Kurzsichtigkeit wurde bisher und wird auch noch als Folge von zu viel Naharbeit beurteilt. Das heißt, der Umgang mit Computer & Co. ist Schuld an der Fehlsichtigkeit. Angeblich ist Kurzsichtigkeit in Zukunft heilbar. Wissenschaftler vermuten nämlich, dass bei Kurzsichtigkeit ein Gen-Defekt vorliegt.

Forscher entdecken das Kurzsichtigkeits-Gen

Das vermutlich für die Sehschwäche verantwortliche Gen mit der Bezeichnung ‚RASGRF1’ wurde in einer britischen Studie eines internationalen Forscherteams des „King's College“ in London entdeckt. Das Team verglich zunächst die DNA von mehr als 4.000 britischen Zwillingen. Weitere Gen-Untersuchungen bei 13.000 Briten, Niederländern und Australiern bestätigten die Existenz dieses Gens. In einer zweiten Studie von niederländischen Forschern wurde ein anderes Gen ermittelt, das Fehlsichtigkeit verursacht. Die Wissenschaftler schließen nicht aus, dass noch mehr verantwortliche Gene im Erbgut schlummern.

Ausgangspunkt für die Gen-Untersuchung war jedoch die bereits festgestellte Vererblichkeit von Kurzsichtigkeit. Bislang konnte aber kein Gen, das diese Erkrankung verursacht, identifiziert werden. Auf Basis der neuen Ergebnisse soll es in den nächsten zehn Jahren möglich sein, ein Heilmittel gegen Kurzsichtigkeit zu entwickeln, das als Augentropfen oder Tabletten verabreicht werden kann. Ziel soll es sein, Kinder entweder vor dieser Form der Fehlsichtigkeit zu bewahren oder eine bereits diagnostizierte Erkrankung bei Kindern rechtzeitig zu stoppen. Erwachsene können dann allerdings nicht mehr erfolgreich behandelt werden, da die Krankheit bei ihnen schon zu weit vorangeschritten sein wird.

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