Kurz vor ihrem Tod: Mädchen schreibt Brief an ihr zukünftiges Ich

"Dinge sind passiert – gute und schlechte"

„Liebe Taylor, wie ist das Leben?“ Diese Worte schrieb Taylor Scout Smith in einem Brief an sich selbst, um ihn zehn Jahre später noch einmal zu lesen. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Nur neun Monate nach dem Verfassen dieser Zeilen ist die Zwölfjährige tot.

Mädchen schreibt Brief ans zukünftige Ich
Wenige Monate nach dem Verfassen ist sie tot © © Tim Smith / Facebook

Sie war ein fröhliches Mädchen aus Tennessee. Fleißig und gläubig. Doch Komplikationen während einer hartnäckigen Lungenentzündung setzten dem jungen Leben ein jähes Ende. Sie hinterlässt nicht nur einen älteren Bruder sondern vor allem ihre tieftraurigen Eltern. Den zwei Seiten langen Brief, den Taylor im April 2013 schrieb, fanden die beiden in einem versiegelten Umschlag, während sie ihr Zimmer aufräumten.

„Herzlichen Glückwunsch zu deinem High School-Abschluss. Solltest du ihn nicht geschafft haben, geh‘ zurück und versuch es nochmal. Mach diesen Abschluss!“, schreibt Taylor weiter. Sie wollte an einem College studieren, um Anwältin zu werden. Außerdem sollte sie der Brief daran erinnern, auch weiterhin sonntags in die Kirche zu gehen.

Ihr zukünftiges Ich sollte am Leben festhalten

Mädchen schreibt Brief ans zukünftige Ich
Taylors Eltern fanden den Brief in ihrem Zimmer © © Tim Smith / Facebook

Der Glaube an Gott ist es auch, der Taylors Eltern in dieser unfassbar schweren Zeit die Kraft schenkt, den Tod ihres jüngsten Kindes zu verarbeiten: „Es ist Gottes Wille. Er liebte sie mehr als wir sie je hätten lieben könnten. So sehr, dass er sagte ‚Komm her‘“, so Taylors Vater Tim Smith gegenüber ‚CBS11‘.

In ihrem rührenden Brief forderte die Zwölfjährige ihr zukünftiges Ich auf, immer am Leben festzuhalten und niemals den Mut zu verlieren: „Denk daran, es ist zehn Jahre her, dass ich das hier geschrieben habe. Dinge sind passiert – gute und schlechte. So ist das Leben nun mal und du musst damit umgehen können“. Starke Worte von einem starken Mädchen. Und damit endet der Brief.

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