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Künstliche Verknappung: So werden Kunden bei Zalando & Co. zum Kauf gedrängt

Künstliche Verknappung: Zalando abgemahnt
Künstliche Verknappung: Zalando abgemahnt Beim Online-Shopping einen kühlen Kopf bewahren 00:04:48
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Auf diese Verkaufs-Tricks sollten Sie achten

Es ist einer der ältesten Verkaufstricks: zu behaupten, die Ware sei knapp. Im Internet heißt das dann: "Nur noch drei Artikel verfügbar". Doch allzu ernst nehmen muss der Verbraucher das nicht immer. Denn eine Stichprobe hat jetzt ergeben, dass diese Angaben nicht immer stimmen.

Der Wettbewerbsverband hat Zalando eine Abmahnung geschickt - wegen Irreführung des Verbrauchers. Oft sei die Ware gar nicht so knapp, wie Onlinehändler es vorgäben. Es sei ein beliebtes Mittel, um Kunden zum schnellen Kauf zu animieren. So konnten zahlreiche Artikel, die beim Versandhändler Zalando mit dem Hinweis "drei Artikel verfügbar" ausgewiesen waren, noch fünf oder sogar zehn Mal bestellt werden.

"Wir denken, dass eine solche Praxis den Verbraucher zu einer vorschnellen Kaufentscheidung veranlassen kann", sagte die Rechtsanwältin Sennur Pekpak. Der Onlinehändler Zalando hat inzwischen zu diesem Vorwurf Stellung genommen und nachgebessert: "Um (…) Bedenken auszuräumen, haben wir uns entschieden, die Angaben zu präzisieren: Bei Vorhandensein von mehr als drei Artikeln erscheint die Angabe 'mehr als 3 Artikel verfügbar'. Umfasst der Realbestand noch genau drei, erscheint 'noch 3 Artikel verfügbar'."

Hier heißt es also: Das Angebot genau lesen. Wie Sie beim Onlineshopping einen kühlen Kopf bewahren und auf welche weiteren Verkaufs-Tricks Sie achten sollten - das erklärt Online-Experte Krischan Kuberzig im Video.

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