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Künstliche Befruchtung: Wer trägt die Kosten?

Eine Frage des Geldes?
Eine künstliche Befruchtung kann teuer werden © dpa, Waltraud Grubitzsch

Eine Frage des Geldes?

Der Wunsch ein Kind zu haben, kann teuer werden. Aber was es genau kostet, ist nicht leicht zu beantworten, da die Kosten entschieden von den vorgenommenen Behandlungsformen sowie deren Erstattung abhängen.

Zuerst einmal: Wie beantragen Sie bei Ihrer Kasse eine künstliche Befruchtung? Die Antwort ist recht simpel. Schauen Sie mal auf die Homepage Ihrer Krankenkasse. Dort findet sich unter der entsprechenden Rubrik meist ein Antragsformular zum Download. Ist das nicht der Fall, rufen Sie mal bei Ihrer Kasse an. Man wird Ihnen das entsprechende Formular dann zusenden.

Die Kosten für die einzelnen Maßnahmen werden nach zwei Kategorien beurteilt:

In die erste Kategorie gehören Therapien, die eine bessere Befruchtungschance zum Ziel haben, also die Stimulation der Eierstöcke und die Auslösung des Eisprungs in Kombination mit natürlichem Geschlechtsverkehr beinhalten. Diese vorbereitenden Maßnahmen werden von den Krankenkassen komplett übernommen.

Mit der Krankenkasse sprechen

In die zweite Kategorie fallen reproduktionsmedizinische Maßnahmen im eigentlichen Sinne, also alle Methoden, die die Manipulation an Eizellen und Spermien beinhalten.

Sie können davon ausgehen, dass die Kosten der jeweiligen Maßnahmen (ärztliche Leistungen und Medikamente) bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen in den ersten drei Versuchszyklen zu 50 Prozent von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden, die andere Hälfte müssen Sie selber tragen. Es empfiehlt sich, vor Beginn der Maßnahmen den konkreten Behandlungsplan und die damit verbundenen Kosten mit der Krankenkasse abzusprechen. In den meisten Fällen müssen entsprechende Anträge auf Kostenübernahme gestellt werden.

Bedauerlicherweise können die verschiedenen Maßnahmen nicht beliebig durchgeführt werden, sondern sind seitens der Krankenkasse auf eine bestimmte Anzahl von Versuchen beschränkt worden.

Die privaten Krankenkassen bieten im Allgemeinen ein wesentlich umfangreicheres Leistungspaket an. Klärungsbedarf besteht, wenn die zukünftigen Eltern des "Wunschkindes" unterschiedlich versichert sind. Falls ein Partner privat, der andere aber gesetzlich versichert ist, sollten Sie Ihre Krankenversicherungen vor Beginn der Behandlung kontaktieren und im Detail klären, ob und welche Maßnahmen bei Ihrer Konstellation bezahlt werden.

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