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Künstliche Befruchtung: Frauenärzte müssen Unterhalt zahlen

Künstliche Befruchtung: Frauenärzte müssen Unterhalt zahlen
© dpa bildfunk

Die Ärzte müssen jetzt für die Kinder aufkommen

Fünf Jahre nach einer künstlichen Befruchtung wurden zwei Frauenärzte dazu verurteilt, Unterhalt für Zwillinge zu zahlen. Der Grund dafür: Sie haben für die Befruchtung eingefrorenes Sperma benutzt, ohne den Sperma-Spender nochmals um Erlaubnis zu fragen.

Im Jahr 2004 hatte der Mann das Sperma einfrieren lassen und einen Lagerungsvertrag für 12 Monate abgeschlossen. Seine damalige Lebensgefährtin wurde allerdings erst im Jahr 2007 mit diesem Sperma befruchtet. Zu diesem Zeitpunkt sei die Beziehung allerdings schon beendet, so der biologische Vater der Zwillinge. Das Dortmunder Gericht entschied nun, dass die beiden verantwortlichen Ärzte für den Unterhalt der Kinder aufkommen müssen, bis diese das 18. Lebensjahr erreicht haben. Die Verantwortlichen verteidigten sich mit dem Argument, dass sie nie mit Problemen gerechnet hätten, da normalerweise nur Paare zu ihnen kämen, die einen großen Kinderwunsch haben.

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig , daher können die Ärzte Revision beim Bundesgerichtshof einlegen.

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