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Künstliche Befruchtung: Das sollten Sie wissen

Mit künstlicher Befruchtung zum Wunschkind
Die Medizin bietet viele Möglichkeiten, doch noch zum Wunschkind zu gelangen. © Alina Isakovich - Fotolia

Mit künstlicher Befruchtung zum Wunschkind

Bei vielen Paaren bleibt der Wunsch nach dem eigenen Kind unerfüllt. Dennoch muss sich heute niemand mehr mit dem Schicksal "Kinderlosigkeit" abfinden.

Die Medizin bietet viele Möglichkeiten, doch noch zum Wunschkind zu gelangen. Aber auch die private Initiative kann sich auszahlen.

Frauenzimmer hat für Sie die wichtigsten Fachbegriffe aus dem Bereich der künstlichen Befruchtung zusammengestellt

Die wichtigsten Fachbegriffe

Insemination: Die Methode der Insemination gehört zum Prinzip der künstlichen Befruchtung. Bei der Insemination wird der männliche Samen unter Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel in die Gebärmutter eingebracht.

Donogene Insemination: Kann der Samen des Partners nicht verwendet werden, weil er zeugungsunfähig ist, kann Fremdsamen eingesetzt werden. Kinder, die durch die donogene Insemination gezeugt wurden, haben nach Vollendung des 18. Lebensjahres das Recht darauf zu erfahren, von wem sie abstammen. Daher kann in Deutschland die Anonymität eines Samenspenders nicht gewahrt werden.

IVF (In Vitro Fertilisation): Als In Vitro Fertilisation bezeichnet man eine Methode zur künstlichen Befruchtung im Reagenzglas ("in der Retorte").

Kinderwunsch-Zentrum: An solch eine Klinik mit Experten in der Reproduktionsmedizin wenden sich Paare, die es auf natürlichem Wege nicht schaffen, ein Kind zu bekommen. Hier werden sie beraten und untersucht. Außerdem klärt man das Paar über die verschiedenen Methoden der künstlichen Befruchtung auf.

Samenbanken: An eine Samenbank wenden sich Paare, wenn der Mann in der Partnerschaft nicht zeugungsfähig, sein Samen also ungeeignet ist. Anhand einer Checkliste kann man sich hier den passenden Spender aussuchen.

Weitere Methoden der künstlichen Befruchtung

Weitere Methoden der künstlichen Befruchtung
Mit künstlicher Befruchtung zum Wunschkind © picture alliance / Stephan Görli, Stephan Görlich

Assisted Hatching

In der frühen Phase seiner Entwicklung ist der Embryo von der sogenannten Zona Pelucida umgeben. Damit er sich erfolgreich in der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann, muss er sich von der Zona Pelucida befreien. Dieser Vorgang des "Hatchings" (Schlüpfen) wird dem Embryo durch Anritzen der Hülle mit einem Laser erleichtert.

Polkörperdiagnostik

Diese Methode ermöglicht das Erkennen von Fehlverteilungen bestimmter Chromosomen in der Eizelle, die besonders bei älteren Frauen vermehrt auftreten und in der Regel zu einem Abort führen.

Kryokonservierung von Eizellen

Zwar dürfen nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz maximal drei Eizellen kultiviert werden, jedoch werden meistens mehr Eizellen befruchtet als per Gesetzt erlaubt. Um diese Eizellen trotzdem zu erhalten, setzt man Kryo- bzw. Tiefgefrierkonservierung ein. Bei Bedarf können diese zu einem späteren Zeitpunkt aufgetaut und zur IVF genutzt werden.

Hodenbiopsie / testikuläre Spermienextraktion (TESE)

Bei der Spermienextraktion werden Spermien während einer Hodenbiopsie extrahiert. Die Biopsie wird durchgeführt, um die Erfolgsaussichten für eine IVF bei gestörtem Spermienbefund zu diagnostizieren.

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