Kritik an Germany's next Topmodel: Online-Petition gegen den Magerwahn

Online-Petition gegen den Magerwahn
Die 20-jährige Laura Pape hat den Kampf gegen die Magersucht gewonnen. © dpa bildfunk

Mit Online-Petition gegen Magerwahn vorgehen

Millionen Mädchen träumen davon, Model zu werden und die Laufstege dieser Welt zu erobern. Zwischen Model in spe und dem Laufsteg steht allerdings das Thema "perfekte Figur". Um die zu erreichen, müssen junge Mädchen meist sehr enthaltsam leben - oder sogar hungern. Das suggerieren zumindest Sendungen wie "Germany's Next Topmodel". Die junge Autorin Laura Pape, ehemals selbst magersüchtig, hat nun deswegen eine Online-Petition gegen den Magerwahn gestartet und setzt damit die Verantwortlichen der Castingshow von Prosieben unter Druck.

Laura Pape erkrankte mit 17 Jahren an Magersucht. Innerhalb von fünf Monaten hungerte sich die Schülerin von 68 auf 47 Kilogramm runter. In ihrem Buch "Lebenshungrig" beschreibt die junge Autorin, wie sie es nach einem sechsmonatigen Klinikaufenthalt geschafft hat, die Magersucht zu bekämpfen. Besonders Diäten haben bei Laura dazu beigetragen, dass sie mit 17 Jahren in die Magersucht abglitt. Damit andere junge Mädchen nicht das gleiche Schicksal erleiden müssen, fordert die ehemals magersüchtige Autorin Heidi Klum und den Privatsender ProSieben auf, das Thema Essstörungen in ihrer Show zu thematisieren.

"Ich sage nicht, dass Heidi Klum Mädchen in die Magersucht treibt", erzählte die 20-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Die Sendung könne jedoch enorm dazu beitragen, dass man in die Magersucht abrutsche, falls man bereits psychisch vorgeschädigt ist, so Pape. "Da sieht man Mädchen, die den ganzen Tag auf ihre Ernährung achten, immer wieder Sport treiben und alle perfekt sind."

Pünktlich zum Finale von "Germany's Next Topmodel" hat die junge Autorin nun eine Online-Petition gegen den Magerwahn gestartet. Mit ihrer Initiative appelliert sie an Model-Mama Heidi Klum, den Magerwahn endlich öffentlich zu thematisieren. Die Online-Petition, die bereits im Februar aufgesetzt wurde, haben bereits 16.000 Menschen unterschrieben.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen auf die Online-Petition reagieren.

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