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Kristalle im Weg: Bei Gallensteinen ist oft eine OP nötig

Präparierte Gallensteine
Auch wenn sie hier noch so hübsch aussehen, wünscht sie sich wohl kaum einer: Gallensteine. Foto: Stephanie Pilick © DPA

"Die Galle läuft ihm über" oder "Die Galle kommt ihr hoch": Kaum ein Organ wird so häufig mit negativen Emotionen in Verbindung gebracht wie die Galle. Dabei hat sie eine überaus wichtige Funktion: Ihr zähflüssiges Sekret sorgt für eine reibungslose Verdauung von Fetten.

"Über ein halber Liter Gallensaft entsteht in der Leber pro Tag". Das sagt Prof. Frank Lammert. Er ist Direktor der Klinik für Innere Medizin II am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg. Die Gallenflüssigkeit besteht größtenteils aus Wasser, aber auch aus Cholesterin, Kalk und Pigmenten. Geraten die Stoffe in ein Ungleichgewicht, bilden sich Kristalle. Es entstehen Gallensteine.

"Überwiegend bestehen Gallensteine aus Cholesterin", erklärt Lammert. Er ist auch Vorstand Fort- und Weiterbildung bei der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (FDH) mit Sitz in Bonn.


dpa
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