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Kreislaufkollaps - DAS passiert im Körper, wenn man einfach umkippt

So bringst du deinen Kreislauf in Schwung
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Was passiert eigentlich bei einem Kreislaufkollaps im Körper?

Wenn ein Mensch einen Kreislaufkollaps (Synkope) erleidet, handelt es sich um eine plötzlich einsetzende, kurz andauernde Bewusstlosigkeit. Hier erfahren Sie die wichtigsten Fakten zum Thema.

Normalerweise verfügt der Körper über einen raffinierten Mechanismus, der es ermöglicht, dass das Gehirn in jeder Körperhaltung ausreichend mit Blut versorgt wird. Unter anderem sind die Muskeln in den Beinen dafür verantwortlich, das Fassungsvermögen von Blut zu regulieren: Sie ziehen sich zusammen, um weniger Blut aufzunehmen, sonst würde beim aufrechten Gang sämtliches Blut in die untere Körperhälfte absacken und ein Kreislaufkollaps wäre vorprogrammiert. An der Regulation ist außerdem das Herz beteiligt. Der Blutdruck verändert sich je nach Körperhaltung, um sich den veränderten Bedingungen anzupassen und alle Körperteile und Organe weiterhin mit ausreichend Blut zu versorgen.

Neben dem Blutdruck und den Muskeln spielt die Herzfrequenz eine entscheidende Rolle bei der Blutversorgung im Gehirn: Der Anstieg der Herzfrequenz ist ein weiterer Regulationsmechanismus, der die Durchblutung aufrechterhält. Was passiert also bei einem Kreislaufkollaps?

Kreislaufkollaps bei gestörter Durchblutung des Gehirns

Ein Kreislaufkollaps entsteht aufgrund einer kurzweiligen Durchblutungsstörung im Gehirn. Diese Durchblutungsstörung kann ganz unterschiedliche Ursachen haben:

Kardiale Synkope: Bei dieser Ursache für einen Kreislaufkollaps ist das Herz für die Durchblutungsstörung verantwortlich. Hier kann ein gestörter Rhythmus des Herzens zu einer schlechten Durchblutung des Hirns führen. Auch Herzklappenfehler können hier die Synkope auslösen.

Vaskuläre Synkope: Hier wird der Kreislaufkollaps durch Gefäßerkrankungen ausgelöst. Ursache kann zum Beispiel ein niedriger Blutdruck oder auch verengte Gefäße sein.

Vasovagale Synkope: Sie ist der häufigste Auslöser für Ohnmacht. Hier ist meist großer Stress für den Kreislaufkollaps verantwortlich. Das kann sowohl negativer als auch positiver Stress sein. Auch können Schmerzen zu einem Ohnmachtsanfall führen.

Anzeichen für eine bevorstehende Synkope

Betroffenen wird oft übel, bevor es zur Ohnmacht kommt. Außerdem sind plötzlich auftretendes starkes Schwitzen sowie schneller Herzschlag und flacher Atem Vorboten für eine Bewusstlosigkeit. Hinzu kann es zu Blässe und Schmerzen in Brust, Rücken oder Nackenbereich kommen.

Was tun bei einem Kreislaufkollaps?

Da der Betroffene in der Regel handlungsunfähig ist, während die Ohnmacht anhält, sollten andere Personen Erste Hilfe leisten.

Falls nicht ohnehin schon der Fall, sollte der Bewusstlose auf den Boden gelegt werden, um Verletzungen durch einen Sturz zu verhindern. Außerdem sollten die Beine hochgelagert werden, um den Blutfluss Richtung Gehirn zu erleichtern. Die Maßnahmen sollten reichen, um dem Kreislaufkollaps ein Ende zu bereiten.

Eine Ohnmacht dauert für gewöhnlich nur wenige Minuten und lässt sich durch die richtige Liegeposition schnell wieder in den Griff bekommen. Sollten Betroffene oft oder chronisch an einer Synkope leiden, können ernste Erkrankungen des zentralen Nervensystems oder des Herz-Kreislauf-Systems vorliegen. In diesem Fall muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Schwangere und Kinder sind häufig vom Kreislaufkollaps betroffen

Wenn ein Mensch seine Körperhaltung hastig von einer liegenden, sitzenden oder aufrechten Position verlagert, kann das Blut im Körper 'versacken‘. Bis zu einem Viertel des gesamten Blutes befindet sich dann in der unteren Körperhälfte, das Gehirn wird nicht ausreichend durchblutet, der Betroffene wird kurzzeitig bewusstlos. Dieses Phänomen ist besonders bei Kindern zu beobachten, da sie ihre Körperhaltung häufig und hastig verändern.

Auch Schwangere, Herzpatienten und ältere Menschen können einen Kreislaufkollaps erleiden. Bei Schwangeren tritt häufig das sogenannte Cava-Syndrom auf, welches zu einem Zusammenbruch des Kreislaufes führt. Dieser wird durch den Druck des Kindes in der Gebärmutter auf die untere Hohlvene ausgelöst. Das Kind blockiert die Blutzufuhr zum Herzen. Der Kreislauskollaps bei Schwangeren tritt erst in den letzten Schwangerschaftswochen auf, wenn das Kind ein entsprechendes Gewicht erreicht hat. Behandelt wird die Komplikation mit entsprechender Lagerung.

Vorbeugung eines Kreislaufkollapses

Vor allem Menschen, die öfter ohnmächtig werden können und ernsthafte Krankheiten bereits ausgeschlossen wurden, können vorbeugende Maßnahmen ergreifen.

Viel trinken: Damit der Blutdruck nicht abfällt, ist ausreichend Flüssigkeit wichtig. Trinken Sie daher mindestens zwei Liter Wasser am Tag.

Die Durchblutung anregen: Sport und Wechselduschen können einer verbesserten Durchblutung dienen. Übertreiben Sie aber nicht, sondern gewöhnen Sie Ihren Körper langsam an die Belastung.

Isometrische Übungen: Hierbei handelt es sich um Übungen, die gemacht werden können, wenn die ersten Symptome für eine Ohnmacht auftreten.

  1. Die Hände greifen auf Höhe des Brustbeins ineinander und ziehen dann in entgegengesetzte Richtungen
  2. Überkreuzen Sie im Stehen die Beine und spannen Bein- und Bauchmuskeln an
  3. Nehmen Sie einen Gegenstand in die Hand und drücken Sie fest zu

Niederländische Wissenschaftler fanden heraus, dass diese Übungen zu einer Kompression der Venen führen, wodurch der Blutdruck etwas erhöht wird und so eine bessere Durchblutung ermöglicht werden kann.

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