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Kreislaufkollaps - DAS passiert im Körper, wenn man einfach umkippt

Was passiert eigentlich bei einem Kreislaufkollaps im Körper?

Wenn ein Mensch einen Kreislaufkollaps (Synkope) erleidet, handelt es sich um eine plötzlich einsetzende, kurz andauernde Bewusstlosigkeit. Sie entsteht aufgrund einer kurzweiligen Durchblutungsstörung im Gehirn. Diese Durchblutungsstörung kann ganz unterschiedliche Ursachen haben.

Normalerweise verfügt der Körper über einen raffinierten Mechanismus, der es ermöglicht, dass das Gehirn in jeder Körperhaltung ausreichend mit Blut versorgt wird. Unter anderem sind die Muskeln in den Beinen dafür verantwortlich, das Fassungsvermögen von Blut zu regulieren: Sie ziehen sich zusammen, um weniger Blut aufzunehmen, sonst würde beim aufrechten Gang sämtliches Blut in die untere Körperhälfte absacken. An der Regulation ist außerdem das Herz beteiligt. Der Blutdruck verändert sich, je nach Körperhaltung, um sich den veränderten Bedingungen anzupassen und alle Körperteile und Organe weiterhin mit ausreichend Blut zu versorgen.

Neben dem Blutdruck und den Muskeln, spielt die Herzfrequenz eine entscheidende Rolle bei der Blutversorgung im Gehirn: Der Anstieg der Herzfrequenz ist ein weiterer Regulationsmechanismus, der die Durchblutung aufrecht erhält.

Schwangere und Kinder sind häufig vom Kreislaufkollaps betroffen

Wenn ein Mensch seine Körperhaltung hastig von einer liegenden, sitzenden oder aufrechten Position verlagert, kann das Blut im Körper 'versacken‘. Bis zu einem Viertel des gesamten Blutes befindet sich dann in der unteren Körperhälfte, das Gehirn wird nicht ausreichend durchblutet, der Betroffene wird kurzzeitig bewusstlos. Dieses Phänomen ist besonders bei Kindern zu beobachten, da sie ihre Körperhaltung häufig und hastig verändern.

Auch Schwangere, Herzpatienten und ältere Menschen können einen Kreislaufkollaps erleiden. Bei Schwangeren tritt häufig das sogenannte Cava-Syndrom auf, welches zu einem Zusammenbruch des Kreislaufes führt. Dieser wird durch den Druck des Kindes in der Gebärmutter auf die untere Hohlvene ausgelöst. Das Kind blockiert die Blutzufuhr zum Herzen. Der Kreislauskollaps bei Schwangeren tritt erst in den letzten Schwangerschaftswochen auf, wenn das Kind ein entsprechendes Gewicht erreicht hat. Behandelt wird die Komplikation mit entsprechender Lagerung.

Ein Kreislaufkollaps dauert in der Regel nur wenige Minuten und lässt sich durch die richtige Lagerung schnell wieder in den Griff bekommen. Sollten Betroffene oft oder chronisch an einer Synkope leiden, können erste Erkrankungen des zentralen Nervensystems oder des Herz-Kreislauf-Systems vorliegen. In diesem Fall muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

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