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Kreditkarten für Kinder: Ein bedenklicher Trend

Verbraucherschützer warnen

Jetzt können sogar Kinder im Geschäft mit Karte zahlen! Die Chips werden vorher aufgeladen und dann können schon die ganz Kleinen bargeldlos shoppen gehen.

Es ist eine komische Vorstellung und nicht ungefährlich. Wir haben die Schwestern Maria (13) und Emilie (14) aus Berlin mit 200 Euro auf der Kreditkarte zum Probeshoppen geschickt.

Doch Verbraucherschützer warnen vor den Gefahren beim Bezahlen mit der Kredikarte: "Wenn man sieht, wieviel Geld im Portemonnaie ist, dann sieht man, dass man sich das gar nicht leisten kann. Mit der Karte ist die Verführung zum Kauf natürlich mehr gegeben. Wir sehen das dann in der weiteren Enwicklung bei den Erwachsenen, wo der Umgang mit Kreditkarten problematisch wird."

Kinder können nicht geeignete Produkte im Internet bestellen

Mutter Angelika hat grundsätzlich keine Bedenken gegen Plastikgeld für ihre Töchter - vor allen weil Emilie demnächst als Austauschschülerin in die USA gehen will. "In bestimmten Situationen denke ich mal, ist es von Vorteil, dass auch Kinder lernen mit Kreditkarten umzugehen."

Doch Maria kann so im Netz problemlos ein Handy für 80 Euro kaufen, und das obwohl sie mit 13 Jahren eigentlich noch nicht voll geschäftsfähig ist. An Ballerspiele oder Filme ab 18 Jahren kommt sie online allerdings nicht. Doch am Ende gelingt es Emilie, im Internet zwei Flaschen Whiskey zu bestellen - als 14-Jährige wohlgemerkt!

Mit Kreditkarte sind Käufe im Internet möglich, und damit auch die Gefahr dass für Kinder nicht geeignete Produkte erstanden werden. Die Prepaid-Kreditkarte im Laden dagegen birgt für Kinder weniger Risiken als im Internet. Eltern sollten dann stets wachsam sein.

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