GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Krebsdiagnose: Wem soll ich es mitteilen - oder doch besser verheimlichen?

Wie gehe ich mit der Diagnose Krebs um?
Wie gehe ich mit der Diagnose Krebs um? Geheim halten oder sich anvertrauen? 00:02:34
00:00 | 00:02:34

Wie Sie mit einer Krebsdiagnose umgehen

Diagnose: Krebs. Es ist, als würde einem jemand den Boden unter den Füßen wegziehen. Wenn der Arzt diese Krankheit diagnostiziert, machen Patienten ihren Schicksalsschlag häufig erst einmal mit sich selbst aus. Doch wie geht es weiter? Wie sollte man mit der Diagnose umgehen? Ob Sie sich besser Ihren Angehörigen anvertrauen oder ob Sie es für sich behalten – wir haben zu diesem sensiblen Thema mit einer Psychologin gesprochen.

Reporterin Susanne Klehn erkrankte an Hautkrebs. Auch sie stand vor der Entscheidung, ob sie sich jemandem mit ihrer Krankheit anvertraut oder die Diagnose für sich behält. Sie sagt von sich selbst, dass sie das Verschweigen der Krankheit nicht ausgehalten hätte: "Ich hätte das gar nicht gekonnt: Weiterzumachen, obwohl in mir ein Sturm tobt." Sie weihte die Menschen in ihrem Umfeld ein, denen sie vertraute.

Gibt es denn Parteien, beispielsweise den Arbeitgeber, bei denen es verpflichtend ist, die Diagnose zu kommunizieren? Die Rechtslage sieht so aus, dass Sie es Ihrem Chef nur auf Nachfrage mitteilen müssen, wenn ein Antrag auf Schwerbehinderung gestellt wird, die Leistungsfähigkeit nachlässt oder das Sicherheitsrisiko durch Müdigkeit oder Abgeschlagenheit, also Faktoren, die auf die Krankheit zurückzuführen sind, beeinträchtigt ist. Ist keine dieser Situationen gegeben, sind Sie nicht dazu angehalten, Ihre Erkrankung zu kommunizieren. Dies fällt in den Bereich der Privatsphäre. Die Offenheit bezüglich Ihrer Krankheit können Sie von der Vertrautheit Ihres Arbeitsverhältnisses abhängig machen.

Einen richtigen oder falschen Umgang mit der Diagnose Krebs gibt es nicht. Wie Sie persönlich für sich guten Weg finden, um damit umzugehen, das sagt Psychologin Haik Schönherr im Video.

Anzeige