Krebs vorbeugen: Wie kann ich mich vor Krebs schützen?

So können Sie Krebs vorbeugen
Krebs vorbeugen geht zum Beispiel dadurch, dass Sie mit dem Rauchen aufhören.

Wie kann ich mich vor Krebs schützen?

Viele Krebserkrankungen lassen sich durch einen gesunden Lebensstil vermeiden. Wichtig sind dabei insbesondere eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, der Verzicht auf Rauchen, Alkohol und zu häufiges Sonnenbaden. Zehn Tipps im Überblick:

Mit dem Rauchen aufhören

Wer heutzutage noch raucht, der spielt mit seinem Leben. Fest steht: Rauchen ist der größte vermeidbare Risikofaktor für Krebs. Mediziner gehen davon aus, dass Rauchen die Ursache für knapp 30 Prozent der Krebstodesfälle ist. Dabei geht es nicht allein um Lungenkrebs, nachgewiesen wurden auch Zusammenhänge zwischen Rauchen und Kehlkopf-, Bauchspeicheldrüsen-, Speiseröhren- und Blasenkrebs. Das Risiko an Krebs zu erkranken steigt mit der Anzahl der Zigaretten und der Länge der Zeit, über die bereits geraucht wird. Zu spät zum Aufhören ist es nie!

Weniger Alkohol

Welcher Art das Getränk ist, ist beim Alkoholgenuss eher unbedeutend. Bier und Wein sind in großen Mengen ebenso schädlich wie Schnaps und erhöhen das Risiko, an Krebs zu erkranken. Immerhin drei Prozent der Krebserkrankungen stehen im Zusammenhang mit Alkohol. Und da sich Alkohol im gesamten Körper verteilt, kann er alle Organe schädigen. Erhöht ist das Risiko vor allem für Risiko für Brust-, Darm-, Kehlkopf-, Leber-, Magen-, Mund- und Rachen- sowie Speiseröhren- und Eierstockkrebs. Insbesondere in Verbindung mit Tabakkonsum ist Alkohol gefährlich.

Krebs vorbeugen durch gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung

Auch über die Ernährung hat man sehr großen Einfluss auf das Krebsrisiko. Viele Tumore entstehen, weil man sich falsch oder einseitig ernährt. Der Gesundheit förderlich ist eine ausgewogene Kost, reich an Vitaminen und Ballaststoffen. Experten empfehlen fünf Portionen Obst und Gemüse täglich, aber dafür weniger Fleisch, Wurst und fetthaltige Milchprodukte zu essen.

Zu viel Sonne

Intensive Sonnenbestrahlung steigert das Hautkrebsrisiko rapide. Die Deutsche Krebshilfe rät, Kinder bis Ende des ersten Lebensjahres überhaupt nicht der direkten Sonne auszusetzen. In der Sonne sollte man immer sonnendichte Kleidung und eine Kopfbedeckung tragen. Grundsätzlich sollte zwischen Mai und August die pralle Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr gemieden werden. Unverzichtbar ist es, ungeschützte Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel ab Lichtschutzfaktor 20 einzucremen. Und auch die UV-Strahlung im Solarium schadet der Haut.

Ausreichend Bewegung

Es heißt zwar 'Sport ist Mord', doch das Gegenteil ist der Fall. Sport schützt nicht nur vor Übergewicht und den Folgen, sondern senkt auch das Risiko, an bösartigen Geschwulsten zu erkranken. Wer sich regelmäßig bewegt, hat ein geringeres Risiko an Dickdarmkrebs, Brustkrebs und Krebs der Gebärmutter zu erkranken. Mindestens dreimal die Woche sollte man sich eine halbe Stunde Sport gönnen. Am besten an der frischen Luft.

Gesunder Lebenswandel ist entscheidend

Krebserkrankung selbst vermeiden
Krebserkrankung vermeiden: Gesunde Ernährung ist wichtig © dpa, Frank Rumpenhorst

Übergewicht reduzieren

Übergewicht ist bekanntermaßen der Gesundheit nicht förderlich. Wer zu wenig Energie verbraucht oder sich falsch ernährt, der setzt Fett an. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 23 das Dickdarmkrebsrisiko steigt. Bei Frauen kann Übergewicht nach den Wechseljahren auch vermehrt zu Brustkrebs führen. Die häufigsten durch Übergewicht begünstigten Krebsarten sind Gebärmutter-, Nieren- und Speiseröhrenkrebs.

Die Leber schützen

Chronische Infektionen mit Viren, Bakterien oder Parasiten können Krebserkrankungen verursachen. So entsteht Leberzellkrebs häufig in Folge einer Infektion mit Hepatitis B oder C. Vor allem bei Kindern, die sich mit Hepatitis infizieren, steigt das Risiko, später an Leberkrebs zu erkranken. Eine Hepatitis-Impfung sollte deshalb jeder haben - erst recht, wenn Angehörige an Hepatitis B erkrankt sind, sie häufig wechselnde Sexualpartner haben oder in medizinischen Berufen arbeiten.

Krebs durch den Arbeitsplatz

Krebsrisiken am Arbeitsplatz reduzieren

Auch der Arbeitsplatz kann krank machen. Etwa vier bis acht Prozent aller Krebserkrankungen gehen Statistiken zufolge auf schädliche Substanzen oder Strahlen am Arbeitsplatz zurück. Deshalb ist es so wichtig die Gefahren am Arbeitsplatz zu kennen uns sich vor ihnen zu schützen. Eine Klassifizierung gesundheitsgefährlicher Substanzen und Schutzmaßnahmen enthält die deutsche Gefahrstoffverordnung.

Erb-Risiko kennen

Falls Krebserkrankungen in der Familie bereits vorgekommen sind, erhöht sich die Gefahr einer Erkrankung auch für Angehörige, denn die Veranlagung zu krankhaftem Zellwachstum ist erblich. Wer aber das Risiko kennt, kann rechtzeitig auf mögliche Veränderungen achten. Besonders betroffene Organe sind Darm, Brust, Eierstöcke und Schilddrüse.

Krebsvorsorge nutzen

Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto besser stehen die Heilungschancen. Umso wichtiger ist es deshalb entsprechende Programme zur Krebsvorsorge zu nutzen. Jeder sollte sich bei seinem Hausarzt über Krebsvorsorge-Maßnahmen informieren. Diese Untersuchungen werden im Normalfall ab einem bestimmten Alter von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Bei erblicher Vorbelastung gibt es Sonderregelungen. Vorsorgeuntersuchungen sind dann oft noch früher möglich und sinnvoll.

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