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Krebs-Sensation: Forscher wandeln bösartige Zellen in gutartige um

Darum wuchern Krebszellen

War das der Durchbruch in der Krebsforschung? Dem britischen 'Daily Telegraph' zufolge ist es US-Wissenschaftlern gelungen, aggressive Krebszellen in gutartige Zellen umzuwandeln. Die Forscher um Professor Panos Anastasiadis von der Mayo-Klinik in Florida haben festgestellt, dass ein bestimmtes Protein die unkontrollierte Wucherung der Krebszellen verhindert.

Krebs-Sensation: Forscher wandeln bösartige Zellen in gutartige um
Wissenschaftler der Mayo-Klinik haben es geschafft, das Wachstum von Lungenkrebs-, Blasenkrebs- und Brustkrebszellen zu stoppen. © picture alliance / dpa, Lutz Langbein/DKFZ

"Es ist, als würde man bei einem beschleunigenden Auto auf die Bremse treten", erklärten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift 'Nature Cell Biology'. Diese natürliche Zellteilungsbremse ist die sogenannte microRNA, die bei gesunden Menschen die Produktion des Proteins PLEKHA7 anstößt. Bei Krebskranken ist dieser Prozess gestört - Krebszellen können deshalb unbegrenzt wuchern.

Mit Hilfe dieser Erkenntnis haben Professor Anastasiadis und seine Kollegen es geschafft, das Wachstum von Lungenkrebs-, Blasenkrebs- und Brustkrebszellen zu stoppen. Bisher war nicht bekannt, warum unsere Körperzellen die Tumor-Ausbreitung nicht von selbst beenden. Wann die Forschungserkenntnisse in Krankenhäusern angewendet werden können, ist noch unklar.

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