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Krampfadern entfernen: Welche OP-Methoden gibt es?

Um sich lästige Krampfadern entfernen zu lassen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Krampfadern vermiesen vielen Frauen den Sommer. Dabei gibt es wirkungsvolle Methoden gegen die Venenprobleme.

Venenleiden müssen nicht sein

Der Sommer kommt, die Klamotten werden kürzer und man zeigt automatisch mehr Haut. Wer makellose Haut hat, freut sich über die Sonne - für Menschen mit Krampfadern sind die warmen Tage dagegen eine Qual. Krampfadern sind nicht nur optisch lästig, sie verursachen auch Schmerzen. Doch das muss nicht sein: Es gibt zwei neue Methoden, um sich des Problems zu entledigen.

Der Hitzestab

Schwere Beine, ein Gefühl von Müdigkeit - dagegen soll die Behandlung mit einem Hitzestab helfen. Die Vene wird unter örtlicher Betäubung erhitzt. "Wir garen die Vene sozusagen bei 120 Grad. Sie schrumpft zu einem ganz engen Strang, durch den kein Blut mehr fließt", erklärt Venenspezialist Dr. Thomas Pröbstle aus Mannheim. Nach wenigen Minuten ist die OP überstanden. Die Kosten für den Eingriff liegen bei 1.500 Euro und sind von den Patienten selbst tragen.

Der Miniquirl

Geringer Aufwand, große Wirkung: "Der Miniquirl verklebt die Venenwände. Wir müssen nicht in die Leiste schneiden. Dadurch gibt es weniger Blutergüsse", sagt Dr. Alper Alpaslan, Facharzt für Gefäßchirurgie in Düsseldorf. Ganz ohne Komplikationen dauert der Eingriff unter Vollnarkose keine 15 Minuten. Ist die richtige Vene gefunden, kommt der Miniquirl zum Einsatz. Teilweise werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.

Ob der jeweilige Eingriff dauerhaft gegen die Krampfadern geholfen hat, zeigt sich allerdings erst zwei Wochen später. Blutergüsse können bei beiden Methoden entstehen. Wie bei allen Operationen gibt es Risiken: In seltenen Fällen kann es zu einer Thrombose oder Embolien kommen. Aber dann steht einem Sommer mit schönen Beinen nichts im Wege.

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