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Kontaktlinsen reinigen: So klappt es mit der Kontaktlinsen-Pflege

Bei der Pflege der Kontaktlinsen lauern viele Fehler.
Wer seine Kontaktlinsen nicht richtig pflegt, riskiert Entzündungen und dauerhafte Augenschäden.

Richtige Kontaktlinsen-Pflege schützt vor Entzündungen

In Deutschland tragen etwa 3,5 Millionen Menschen Kontaktlinsen – mit steigender Tendenz. Vielen Menschen erleichtern Sie den Alltag – etwa beim Sport oder Ausgehen. Was viele jedoch nicht wissen: Wer seine Kontaktlinsen nicht richtig pflegt, riskiert Entzündungen und Verletzungen der Hornhaut.

Diese Tipps sollten Kontaktlinsen-Träger beherzigen:

- Da sich auf den Kontaktlinsen unter anderem Fett und Eiweiß ablagern, müssen Sie Ihre Linsen täglich reinigen.

- Waschen Sie sich gründlich die Hände, bevor Sie die Linsen entnehmen beziehungsweise einsetzen.

- Legen Sie die Linsen auf die Handfläche und benetzen Sie sich mit der Reinigungslösung, bevor Sie sie in den Behälter geben.

- Verwenden Sie niemals Leitungswasser für die Kontaktlinsenreinigung. Dieses kann zu Augeninfektionen führen.

- Benutzen Sie dafür eine spezielle Reinigungslösung und spezielle Kontaktlinsenbehälter. Wechseln Sie den Behälter alle vier bis sechs Wochen aus, damit Keime keine Chance haben.

- Verwenden Sie benutzte Reinigungslösung kein zweites Mal.

- Bakterien, Viren und Keime auf Kontaktlinsen können zu Hornhautentzündungen führen.

- Lassen Sie Ihre Augen alle sechs Monate beim Augenarzt kontrollieren.

Acanthamöben können die Augen dauerhaft schädigen

Auslöser einer Hornhautentzündung sind in der Regel Bakterien oder Viren. Etwa fünf Prozent der Entzündungen werden allerdings durch Acanthamöben verursacht. Auch wenn die Zahl der Fälle eher gering ist, sind die Folgen einer falsch oder nicht diagnostizierten Infektion mit den Acanthamöben umso schlimmer. Wenn die Erreger in die Hornhaut eindringen, kommt es zunächst meist zu einer Trübung.

Werden die Acanthamöben in dem ersten Stadium nicht diagnostiziert und mit Antibiotika und/oder Desinfektionsmitteln bekämpft, können sie die Hornhaut durchlöchern und dadurch die Sehkraft beeinträchtigen. Unbehandelt können die Parasiten sogar zur Erblindung führen.

Acanthamöben finden sich vor allem in Klimaanlagen, Wasser und der Erde. Wer beispielsweise mit weichen Kontaktlinsen im Badesee schwimmt und Wasser ins Auge bekommt, riskiert eine Infektion. Gleiches gilt für Kontaktlinsenträger, die ihre Linsen nach dem Schwimmen wieder einsetzen, ohne vorher ihre Hände desinfiziert zu haben. Wer unter sehr trockenen Augen leidet, kann sich beim Waschen mit Leitungswasser oder wenn er verunreinigtes Wasser ins Auge bekommt, sowieso schnell infizieren.

Träger weicher Kontaktlinsen sind häufiger betroffen als Menschen, die harte Linsen tragen. Weiche Linsen saugen Bakterien und Keime regelrecht auf, auch wenn sie angenehmer zu tragen sind. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie also unbedingt auf eine gründliche Hygiene achten. Wenn Sie die Pflege-Tipps beachten, stellen Kontaktlinsen eine komfortable und bequeme Variante zur Korrektur der Fehlsichtigkeit dar.

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