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Kongenitaler Nävus: Der kleine Oliver hat Engelsflügel

Die Geburtsmale müssen regelmäßig untersucht werden

Von hinten sieht der kleine Oliver Brown aus wie ein Engel. Der Zweijährige aus Fenstanton in England kam mit einer seltenen Hautveränderung zur Welt, die sich über den kompletten oberen Rücken ausbreitet - fast wie braune Engelsflügel. Oliver geht es gut, aber seine Eltern Matt und Stephanie Brown müssen die Geburtsmale regelmäßig von Ärzten checken lassen, denn sie können sich in bösartige Krebszellen verwandeln und sogar das Gehirn angreifen.

Mediziner bezeichnen Olivers ungewöhnliche Hautverfärbung als kongenitalen Nävus, ausgelöst durch eine Genmutation. Fehlbildungen der Hautzellen verursachen großflächige, braune Pigmentflecken. Etwa ein Prozent aller Neugeborenen kommt mit kleineren kongenitalen Nävi auf die Welt. So groß wie bei Oliver sind die Pigmentnävi aber nur bei einem von 50.000 Säuglingen. "Wir haben alle Körperstellen, die wir nicht mögen, aber akzeptieren müssen", sagte Olivers Mutter Stephanie der Zeitung 'Daily Mail'. "Wir hoffen, dass er sich eines Tages als die Person wohlfühlt, die er nun mal ist."

Im Alltag, wenn Oliver ein T-Shirt trägt, sind die Flecken kaum zu sehen - höchsten am Hals. Andere Betroffene sind über und über mit dunklen Pigmentflecken übersät, auch im Gesicht. Insofern hat der Zweijährige noch Glück gehabt. Bis auf die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen ist der Kleine kaum eingeschränkt. Manchmal muss er - zur Abwehr der UV-Strahlung - eine Spezialkleidung tragen und sich mit einem verschreibungspflichtigen Sonnenschutz einreiben. Ansonsten ist Oliver Brown ein normaler Zweijähriger mit ganz normalen Träumen und Wünschen. Ein richtiger kleiner Engel eben.

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