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Komasaufen bei Jugendlichen: Experte gibt Eltern Tipps

Bier, Wodka, Mix-Getränke: Vielen Jugendlichen fehlt das Gespür, wann das Maß voll ist.
Bier, Wodka, Mix-Getränke: Vielen Jugendlichen fehlt das Gespür, wann das Maß voll ist © dpa, Roland Weihrauch

Komasaufen bei Jugendlichen: Das können Eltern tun

Immer mehr Jugendliche trinken Alkohol - und das oft in rauen Mengen. Noch dazu werden die Komasäufer, die am Wochenende oder zu Karneval in der Notaufnahme landen, immer jünger. Was können verzweifelte Eltern und besorgte Freunde tun?

Oft können Jugendliche nicht richtig einschätzen, wie viel Alkohol sie vertragen. Und so schießen viele regelmäßig über das Ziel hinaus. Nicht selten enden die Sauftouren am Wochenende oder an Karneval in der Notaufnahme.

Dr. Hans-Jürgen Hallmann von der der Koordinationsstelle für Suchtvorbeugung des Landes NRW erklärt, warum Jugendliche beispielsweise auch viel weniger Alkohol vertragen als Erwachsene: "Kinder vertragen weniger, da sie noch nicht oder nur wenige der Enzyme haben, die der Körper zum Abbau des Alkohols in der Leber benötigt." Daher endeten Alkoholexzesse häufig in einer Alkoholvergiftung.

Hallmann rät Eltern, ihren Kindern einen genussvollen und kritischen Umgang mit Alkohol vorzuleben. Um Stress vorzubeugen, sollten fürs Weggehen Regeln aufgestellt werden. Eine dieser Regeln sollte laut Hallmann lauten: "Trinke nichts Unbekanntes und trinke nichts Hartes wie Schnäpse."

Wenn Eltern das Gefühl haben, dass ihr Kind suchtgefährdet ist, kann der Besuch einer Suchtberatungsstelle sinnvoll sein. Denn oftmals ließen sich Kinder von ihren Eltern ungern etwas sagen, von einem objektiven Dritten aber schon.

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