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Koma nach Energydrink: Wie gefährlich sind Koffein, Guarana und Co.?

Junge wollte ganze Nacht wachbleiben

Ein vierzehn Jahre alter Junge aus Norwegen hat es mit Energy-Drinks übertrieben: Innerhalb von sechs Stunden soll er über vier Liter der wach machenden Getränke zu sich genommen haben. Die traurige Konsequenz: Schäden an der Leber und an den Lungen, Nierenversagen und als Folge dessen drei Tage im künstlichen Koma.

Der Junge hat die Mischung aus Koffein, Guarana und anderen Wachmachern nicht vertragen
Manche Energy-Drinks enthalten außer Koffein, Taurin und Guarana auch andere, weniger bekannte Wachmacher

"Er hatte blutigen Schaum vor dem Mund", erzählt der Norweger Tor Dahl. Sein Sohn Henrik ist nach dem Genuss von Energy-Drinks kollabiert. Der Vierzehnjährige wollte auf einer Computerspiel-Party die ganze Nacht wach bleiben. Dann brach er plötzlich zusammen.

Lebensgefahr durch Energy-Drinks

„Als er eingeliefert wurde, war er in einem ernsten Zustand. Es war lebensgefährlich. Betroffen waren seine Leber, seine Lungen, sein Herz und auch seine Nieren, die haben versagt. Also, es war wirklich sehr ernst“, sagt Kathrine Duns - die Ärztin, die Henrik behandelt hat. Die Ärzte sind sicher: Es waren die Energy-Drinks, die Henrik kollabieren ließen. Offenbar hat er die Mischung aus Koffein, Guarana und anderen Wachmachern nicht vertragen.

Eine offizielle Altersbeschränkung für Energy-Drinks gibt es weder in Norwegen noch in Deutschland. Das nutzen die Hersteller, um aggressiv Werbung für ihre Produkte zu machen, auch vor Schulen. Die deutsche Verbraucherzentrale fordert unter anderem aus diesem Grund eine Altersbeschränkung von 18 Jahren für die Getränke. Die Bundesregierung hat diesbezüglich allerdings noch nichts unternommen.

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