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Kochtöpfe im Test: Welcher ist der Beste?

Kochtöpfe im Test: Große Unterschiede bei Preis, Material und Kochergebnis

100 Euro sollte man für einen Kochtopf ausgeben. Dieser Satz gilt als feste Regel in vielen Kaufhäusern und Fachgeschäften. Aber stimmt das überhaupt? Welcher Topf ist der Beste: Billig oder doch teuer, Edelstahl oder Keramik?

Es gibt sie in allen Varianten, mit verschiedenen Beschichtungen, für viel und für wenig Geld. Doch welcher Kochtopf ist der Beste? Haushalts-Experte Michael Horn will Klarheit ins Topf-Chaos bringen.

"Wichtig ist, dass man sich Gedanken macht welchen man sich kauft, weil es richtig große Unterschiede gibt. Alleine vom Preis, Material und dem Kochergebnis", sagt er.

Wir wählen für den ersten Test einen Edelstahltopf aus. Einen günstigen für 16 und einen teuren Topf für 120 Euro. Um nun beide zu vergleichen, wird einfach ein Liter Wasser gekocht.

Nach 9:30 Minuten steht fest: Das Wasser im günstigen Topf kocht nicht. Das im Luxus-Topf hingegen schon. Experte Horn sagt: "Teuer muss nicht immer besser sein, doch in diesem Fall hat er das Rennen gemacht. Denn der Boden ist richtig dick, dort sind mehrere Materialien verarbeitet, dadurch kocht er auch schneller." Beim billigen Topf gab es auch nach 35 Minuten noch keine "heiße" Nachricht. Noch immer kochte das Wasser nicht, brodelte nur leicht – ein echter Reinfall also. Der Test zeigt also: Ein teurer Edelstahltopf zahlt sich in diesem Fall wirklich aus.

Gusseisen, Edelstahl oder Keramik: Welcher Topf hat die Nase vorn?

Nun folgt der Material-Check: Hier treten Gusseisen, Keramik und Edelstahl gegeneinander an.

Um ein ausgewogenes Testergebnis zu bekommen, wird in allen drei Töpfen auch das gleiche Gericht zubereitet – Risotto. Denn hier muss ordentlich gerührt werden.

Beim gusseisernen Topf ist der Deckel ist überaus schwer und das Fett spritzt sehr.

Der Keramiktopf ist einfach in der Handhabung, denn der Topf ist leicht und es brennt kaum etwas an. Außerdem bleiben durch eine schonende Garung viele Vitamine im Essen erhalten. Allerdings erhitzt er langsamer und der Verschleiß ist höher, da schnell Kratzspuren zu sehen sind.

Beim Edelstahltopf brennt alles sehr schnell an. Erst die Zwiebeln, dann die Wurst und auch der Reis. Hier ist viel Einsatz gefragt, damit das Essen nicht völlig angebrannt ist.

Das Fazit: Der Keramiktopf ist klarer Sieger - er kostet etwa 40 Euro und konnte in Sachen Material und Geschmack überzeugen. Mal eben Wasser aufsetzten geht allerdings in einem guten Edelstahltopf am schnellsten.

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