Frauen-Vitamine: Brauchen wir das wirklich?
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Nur ein Trick der Gesundheitsindustrie?
Luna-Riegel, Orthomol, Vitafit: Auf dem Markt der Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate finden sich die schönsten Namen. Denn was gut klingt, das ist bestimmt auch gut - für unsere Gesundheit, besseres Aussehen, stärkere Nerven. Oder nicht? Wie sinnvoll ist es tatsächlich, die tägliche Ration an Vitamin C und Folsäure per Kapsel oder Brausetablette zu sich zu nehmen?
Die Gesundheitsindustrie hat ein neues Marktfeld entdeckt: "Gender Food" (in etwa: Geschlechter-Nahrung). Will heißen, die Forscher in den Laboren der Lebensmittelwirtschaft und die Marketingmitarbeiter haben sich einen Tag lang bei einem Power-Riegel zusammen gesetzt und überlegt: "Frauen essen anders als Männer, ihr Körper verbraucht weniger Kalorien, benötigt dafür aber mehr an Mineralstoffen wie zum Beispiel Eisen, also warum nicht speziell auf Frauen zugeschnittene Lebensmittelprodukte verkaufen?!" Ja, super Idee! Frauen legen schließlich Wert auf Gesundheit, außerdem erledigen sie laut einer englischen Studie zu 67 Prozent die Einkäufe. Damit hat man die Katze gleich im Sack, bzw. im Supermarkt.
Geschäfte für Millionen
Immerhin schluckt in Deutschland jeder Dritte regelmäßig seine Vitaminpille, knapp 470 Millionen Euro verdienen die Hersteller mit der Gesundheit. Doch beim Geschäft mit den speziellen Frauen-Präparaten muss man geschickt vorgehen: Nestlé hat vor ein paar Jahren mal den Versuch gestartet, mit einem fettarmen Müsli-Riegel gesundheitsbewusstbewusste Frauen für sich zu gewinnen, scheiterte aber damit. Brauchen wir denn wirklich diese speziell zugeschnittenen Mittelchen?
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