Auch günstiger Champagner ist gut!

28.12.10 16:04
Auch günstiger Champagner ist gut!
Bildquelle: dpa bildfunk
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Korken knallen lassen für wenig Geld

Rechtzeitig vor Silvester hat die Stiftung Warentest die Korken knallen lassen und Champagner und Sekt getestet. Erstes Fazit: Feiern lässt es sich mit allen Sorten, aber es gibt noch Unterschiede – nicht nur im Reifegrad des edlen Getränks, sondern auch in Qualität und Preis.

Beim Champagner schnitten die beiden Sorten Piper Heidsieck (26 Euro) und Lanson Black Label (30 Euro) am besten ab, allerdings sind sie ja auch nicht ganz billig. Beim Sekt liegen zwei andere Sorten an der Spitze der Wertung: Adam Henkell Chardonnay Brut Jahrgangssekt 2005 (12 Euro) und Rotkäppchen Weißburgunder Sekt b. A. Saale/Unstrut (16 Euro).

Insgesamt wurden 15 Champagner, darunter ein Bio-Champagner, und 7 Sekte aus traditioneller Flaschengärung im Test sensorisch beurteilt und auf Schadstoffe untersucht. Ein klassisches Test-Qualitätsurteil gab es, wie immer bei alkoholischen Getränken, nicht. Das sensorische Ergebnis kann sich aber sehen lassen: Beim Champagner gab es neben den beiden „sehr guten“ lauter „gute“ Produkte – nur der Fleury Demeter Champagne Brut (Bio) für 28,90 Euro war fast überreif und deshalb „befriedigend“. Die Discounter-Champagner Veuve Monsigny von Aldi(Süd) und Comte de Brismand Champagne von Lidl lagen im „guten“ Mittelfeld und kosten mit jeweils 11,50 Euro nur einen Bruchteil der teuren, aber „sehr guten“ Testsieger. Viele Weinkenner können sich mit den billigeren Handelsmarken nicht anfreunden. Doch zu Unrecht: Die günstige Champagner-Variante hinkt den teuren Sorten in Sachen Geschmack kaum hinterher.

Beim Sekt fanden die Tester neben den zwei „sehr guten“ Produkten fünf „gute“. Auch hier müssen sich die Verbraucher entscheiden, ob sie es lieber frischer mögen, oder gereifter – beim Champagner sorgt die Reife etwa für ein süßliches Brioche-Aroma durch die lange Lagerung auf der Hefe. Ein Tipp: Schaumwein immer kühl lagern und nicht zu lange. In hohen, engen Gläsern perlt er länger.

In Anlehnung an das Schema der Qualitätsschaumweinprüfung testeten im Auftrag der Stiftung Warentest sechs geschulte Prüfpersonen Aussehen, Geruch und Geschmack der auf 10 Grad Celsius gekühlten Produkte. Die Prüfpersonen beschrieben dabei insbesondere Frische beziehungsweise Reife, Süße- und Säureeindruck, Fruchtigkeit, Würzigkeit, Mousseux, Körper und Komplexität.

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