Knochenkrebs: Mutter opfert ihr Leben für ihr ungeborenes Kind

Sie entscheidet sich gegen eine Chemotherapie

Bereits in der zehnten Schwangerschaftswoche wird die Mutterliebe von Ashley Bridges auf eine harte Belastungsprobe gestellt: Die Ärzte stellen bei der 24-Jährigen eine besonders aggressive Form von Knochenkrebs fest. Heilbar wäre die Krankheit nur mit einer starken Chemotherapie – die allerdings würde den sicheren Tod ihres ungeborenen Kindes bedeuten. Die junge Frau fällt die schwerste Entscheidung ihres Lebens und entscheidet sich für ihr Baby.

Knochenkrebs: Mutter opfert ihr Leben für ihr ungeborenes Kind
Der Krebs wurde bei Ashley Bridges bereits in der zehnten Schwangerschaftswoche diagnostiziert.

"Ich könnte nie mein gesundes Kind sterben lassen, nur weil ich selbst krank bin", erklärt Ashley. Ähnlich wie ihr erging es Inken Saddouri aus München: Auch sie war krebskrank. Bei ihr wurde der Krebs diagnostiziert, als sie im fünften Monat schwanger war. Die spätere Diagnose bedeutet zwar eine höhere Überlebungschance für Mutter und Kind, doch auch hier kann eine starke Chemotherapie schlimme Folgen haben.

Die Ärzte stellen für Inken eine leichter dosierte "Kompromiss-Therapie" zusammen, die dem Kind nicht schaden soll – doch sie schlägt nicht an. Schließlich holen die Ärzte ihre Tochter bereits in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt auf die Welt. Nur drei Tage nach der Geburt beginnt Inken mit einer aggressiven Chemotherapie. Heute ist Inken gesund und ihre Tochter ist elf Jahre alt.

Soviel Glück hatte Ashley nicht. Bereits im achten Monat sagen ihr die Ärzte, dass sie wahrscheinlich weniger als ein Jahr zu leben habe. Dass sie ihre Tochter Pacely nicht aufwachsen sehen kann, ist für Ashley besonders schwer, doch sie bereut die Entscheidung nicht. "Ich habe alles gemacht, damit es Pacely wirklich gut geht. Ich habe wirklich alles getan, damit sie gesund ist", erklärt Ashley.

Ihre verbleibende Zeit möchte Ashley so intensiv wie möglich mit ihrer Tochter Pacely und ihrem sechsjährigen Sohn Braydon verbringen. Ihr Mann wird die beiden Kinder alleine großziehen müssen. Doch auch wenn Pacely sich später nicht mehr an Ashley erinnern kann - sie wird erfahren: Ihre Mutter hat für sie ihr eigenes Leben geopfert.

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