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'Klick mich an! Der große Online-Sex-Report' von Sai Gaddam und Ogi Ogas

Leseinfo zu 'Klick mich an!'

In den 1950er Jahren befragte Alfred Kinsey 18.000 US-Bürger nach ihren sexuellen Vorlieben - seine Erkenntnisse verursachten einen regelrechten Aufschrei in der Gesellschaft. Doch was hätte Kinsey noch alles herausfinden können, wenn er für seine Studie statt dem persönlichen Interview das Internet zur Verfügung gehabt hätte? Genau das zeigen die beiden Neurowissenschaftler Sai Gaddam und Ogi Ogas in ihrem Buch 'Klick mich an! Der große Online-Sex-Report'.

'Klick mich an' Der große Online-Sex-Report' von Sai Gaddam und Ogi Ogas
'Klick mich an' Der große Online-Sex-Report' von Sai Gaddam und Ogi Ogas © Blanvalet

Das persönliche Interview hat nämlich einen entscheidenden Haken: Man kann den Befragten nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen. Und gerade bei sexuellen Bedürfnissen ist nicht jeder ehrlich. Was man sich offiziell wünscht, unterscheidet sich oft hochgradig von dem, was man eigentlich will - und wonach man sucht, wenn einen keiner beobachtet.

Über 'Klick mich an! Der große Online-Sex-Report'

Online fühlen sich viele Menschen unbeachtet: Das Internet bietet für sexuelle Bedürfnisse jeglicher Art den idealen Spielplatz; es gibt zahlreiche Seiten mit sexuellen Inhalten, erotischen Videos und Pornos. Sie werden millionenfach angeklickt und sogar kommentiert. Der Mensch kann lügen - aber seine Suchanfragen im Internet lügen nicht. Genau diesen Umstand haben sich die Autoren Sai Gaddam und Ogi Ogas zunutze gemacht: Sie zählten Internet-Klicks und werteten 55 Millionen Suchanfragen aus. Diese empirische Basis verschaffte den Wissenschaftlern revolutionäre und überraschende Erkenntnisse.

Zum Beispiel belegt Gaddams und Ogas‘ Online-Auswertung: Männer stehen eigentlich gar nicht auf dürre Hungerhaken, sie ziehen übergewichtige Frauen untergewichtigen vor. Diese dürfen auch gern mal älter sein als sie selbst. Männer reagieren sehr viel stärker auf optische Reize als Frauen und merken sich diese auch viel detaillierter. Frauen interessieren sich für die Größe des Penis gar nicht so sehr, Männer sind davon regelrecht besessen und vergleichen ihr bestes Stück gern. Außerdem können die Herren der Schöpfung nichts dafür, dass sie Frauen als Objekte sehen - ihr Gehirn funktioniert einfach so.

In ihrem Buch erklären Sai Gaddam und Ogi Ogas zum ersten Mal in der Geschichte der Sexualforschung, worin sich das „sexuelle Hirn“ von Männern und Frauen genau unterscheidet. In der Wissenschaftsszene hat 'Klick mich an! Der große Online-Sex-Report' für großes Aufsehen gesorgt. Doch auch für Laien ist dieses Buch interessant: Wenn Sie schon immer wissen wollten, worauf Männer und Frauen sexuell wirklich stehen, warum das Playgirl-Magazin im Gegensatz zum Playboy floppte und wieso ein Glas voll Münzen Männer antörnen kann, dann ist 'Klick mich an! Der große Online-Sex-Report' genau das Richtige für Sie. Positiver Nebeneffekt laut den Autoren: Wer versteht, inwiefern sich Männer und Frauen beim Thema Sex unterscheiden, der versteht auch die Bedürfnisse des Partners besser. Und das heißt unterm Strich: Besserer Sex.

Über die Autoren Sai Gaddam und Ogi Ogas

Dr. Sai Gaddam promovierte an der Boston University zum Thema Übertragbarkeit biologischer Modelle auf maschinelle Lernprozesse. Er arbeitete für diverse große IT-Konzerne und lebt in Boston und Hyderabad (Indien).

Dr. Ogi Ogas ist Neurowissenschaftler. Er entwickelte an der Boston University mathematische Modelle des Lernens, der Erinnerung und der Wahrnehmung.

(Text: Michaela Sabine Berg)

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