LEBEN LEBEN

Kirsty Derry (23) hat sich zu Tode gefressen

Prader-Willi-Syndrom
Prader-Willi-Syndrom Tanja ist niemals satt! 00:06:52
00:00 | 00:06:52

Frau mit krankhaftem Drang zum Essen

Wie das Leben dieser Frau endete, ist unvorstellbar: Kirsty Derry hat sich selbst zu Tode gefressen, da Pfleger den Kühlschrank unverschlossen ließen. Die 23-Jährige litt an einer seltenen Krankheit, dem Prader-Willi-Syndrom, das bei ihr einen endlosen Drang zum Essen auslöste. Derry lebte in einem Pflegeheim, in dem normalerweise die Kühlschränke der jungen Frau verschlossen waren.

Kirsty Derry und ihre Familie
Die 23-jährige Kirsty Derry hat sich zu Tode gefressen © Caters News Agency

Bei einer Körpergröße von 1,42 Metern, wog die Engländerin lange Zeit 80 Kilogramm. Nachdem Derry in ein Pflegeheim gezogen war, nahm sie innerhalb von neun Monaten 44 Kilo zu. Mit einem Körpergewicht von 120 Kilogramm starb die junge Frau schließlich an Herzversagen.

Im Alter von zwei Jahren wurde bei Derry das Prader-Willi-Syndrom diagnostiziert. Diese durch ein beschädigtes Chromosom 15 bedingte Behinderung geht mit körperlichen, stoffwechselbezogenen und kognitiven Symptomen einher. Sie bewirkt eine Veränderung von Prozessen im Zwischenhirn, wo unter anderem die Nahrungsaufnahme gesteuert wird.

Fahrlässige Betreuung im Pflegeheim?

Nachträgliche Untersuchungen ergaben erschreckende Erkenntnisse. Bereits mehrere Monate vor ihrem Tod waren die Alarmsysteme an Derrys Kühlschränken und Essensvorräten entfernt worden. Fallow, eine enge Betreuerin von Derry, die jedoch nicht im Pflegeheim arbeitete, zweifelte schon lang an der Kompetenz der Pfleger. Sie berichtete der 'Daily Mail': "Ich weiß, Kirsty war erwachsen, aber sie brauchte diese Betreuung. Die Pfleger hätten ihr öfter 'Nein' sagen müssen oder mich über gewisse Dinge informieren sollen."

Anzeige