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Kinderzeichnungen: Was Ihre Kinder über sich selbst verraten

Kinderzeichnungen: Was sie über ihre Familie verraten
Kinderzeichnungen: Was sie über ihre Familie verraten

Was Kinderzeichnungen wirklich bedeuten

Wenn kleine Kinder das erste Mal zum Stift greifen, kann es nicht nur sehr bunt in der ganzen Wohnung werden. Hat ein Kind erst einmal ein bestimmtes Alter erreicht und verschiedene Phasen des "Gestaltens" durchlaufen, können Sie aus den Bildern ihrer Kinder lesen.

Die erste Phase ist die Schmierphase. Eltern werden das schon gemerkt haben, bevor der liebe Nachwuchs überhaupt zum Stift gegriffen hat. Denn alles, was sich irgendwie schmieren lässt, wird schön gematscht. Brei wird auf dem Tisch verteilt oder der Inhalt aus Mamas Lieblings-Make-Up-Fläschen auf den Badezimmerfliesen verteilt. Die Phase macht den Kleinen unheimlich viel Spaß. Eltern werden dabei allerdings oft auf eine Geduldsprobe gestellt.

Mit etwa zwölf Monaten können die Kleinen einen Stift richtig halten und führen. Ab jetzt dürfen Sie sich also über die ersten Kunstwerke freuen. Aber nicht gleich enttäuscht sein. Das erste was Kinder "zeichnen", sind unkontrollierte Striche. Ihr Kind steckt also mitten in der Kritzelphase und freut sich darüber seine Bewegungen selbst steuern zu können und diese auch noch auf dem Blatt Papier sichtbar zu machen.

Kinderzeichnungen richtig deuten

Ab drei Jahren erreichen Kinder die nächste Phase, die sogenannte Schemaphase. Kreise dienen dann schon gezielt als Kopf, einfache Striche werden zu Armen und Beinen. Auf einen Bauch wird noch verzichtet, in der Regel „kleben“ Arme und Beine direkt am Kopf. Augen und Mund können auch noch außerhalb des Gesichtes liegen. Im Ergebnis nennt man das den sogenannten Kopffüßler. Und dieser dient zunächst noch als Grundmodell für Lebewesen aller Art.

Bis hin zum Grundschulalter werden die Zeichnungen immer detailreicher. Personen bekommen Wimpern, Haare und Ohren verpasst. Auch der fehlende Bauch kommt irgendwann dazu. Außerdem entwickeln die Kinder Vorlieben für Dinge die sie zeichnen.

Fangen die Kinder an mit ihren Bildern Geschichten zu erzählen, sprechen Experten von der Werkreife. In dieser Phase malen sie schon kleine Szenen und die Dinge stehen zueinander in einer Beziehung. Kinder beginnen also ab dieser Phase sich mit ihren Bildern auszudrücken.

Eltern haben also ab jetzt die Möglichkeit, die Bilder ihrer Schützlinge auszuwerten und daran deren Gemütszustand beziehungsweise das Empfinden zu erkennen. Und das ist gar nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken.

Von der Größe der Menschen und der Anordnung der Personen auf dem Blatt können Sie schließen, ob das Kind eine Person mag oder nicht. „Gute Menschen“ malt ein Kind immer näher an sich selbst und verwendet dabei seine Lieblingsfarben. Außerdem lächeln diese Personen immer, werden detailreicher gemalt als Negative und stehen auf der Sonnenseite.

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