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PCO-Syndrom: Symptome, Ursachen, Diagnose und Therapie

Wie eine taffe Frau mit dem PCO-Syndrom umgeht
Wie eine taffe Frau mit dem PCO-Syndrom umgeht PCOS ist die häufigste Ursache für Kinderlosigkeit 00:04:37
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Wie eine taffe Frau mit dem PCO-Syndrom umgeht

PCOS kurz für Polyzystisches Ovar-Syndrom ist eine Hormonstörung, die bei Frauen im gebärfähigen Alter auftritt. Beim PCO-Syndrom bildet der Eierstock durch ein Hormonungleichgewicht statt nur einer Eizelle gleich mehrere, die bereits im Eierstock wieder sterben, sich jedoch nicht auflösen, sondern als mit Flüssigkeit gefüllte Gewebskammern, sogenannte Zysten, im Eierstock verbleiben.  

Zusätzlich werden häufig vermehrt männliche Hormone ausgeschüttet, was zu unterschiedlichen Symptomen führen kann.

Symptome: Wie äußert sich PCO?

Erste Symptome von PCO treten bei Betroffenen häufig in der Pubertät auf. In einigen Fällen zeigen sich Beschwerden jedoch erst später. Es sind Symptome, die Frauen so schnell nicht als Hinweis für eine Erkrankung sehen. Sie werden leicht mit Begleiterscheinungen einer ungesunden Lebensweise abgetan. Wir verraten Ihnen hier mögliche Symptome, die auf PCO hinweisen können:

  • Unreine, fettige Haut
  • Plötzliche starke Gewichtszunahme vor allem am Bauch
  • Eine tiefe Stimme
  • Eine große Klitoris
  • Starker Haarwuchs (Hirsutismus) auch auf der Brust und im Gesicht
  • Haarausfall (Kopfhaar)
  • Unregelmäßiger Zyklus/ Ausbleiben der Regel
  • Unfruchtbarkeit

Ursachen für die Stoffwechselstörung der Eierstöcke

Die Ursachen für das PCO-Syndrom sind bislang nicht gänzlich geklärt. Mediziner vermuten allerdings, dass eine genetische Prädisposition und Umwelteinflüsse zu der Hormonstörung führen könnten.

Die genetische Prädisposition wird aufgrund des häufigen innerfamiliären Vorkommens der Krankheit vermutet. Frauen, die trotz PCO schwanger werden, bringen oft Töchter zu Welt, die unter derselben Kondition leiden wie ihre Mutter. Oft zeigen auch Väter von Betroffenen einen frühzeitigen Haarausfall, so schreibt Univ.-Prof. Dr. Lukas Hefler auf der Website pco-syndrom.at.

Es wird außerdem vermutet, dass die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft zur Entwicklung der Krankheit beitragen könne.

Weitere mögliche Auslöser des PCO-Syndroms könnten eine Störung der Bauchspeicheldrüse, eine Störung der Hirnanhangdrüse, Stress oder eine Schilddrüsenunterfunktion sein.

Wie kann PCO behandelt werden?

Die Therapie fällt bei Frauen ohne Kinderwunsch in der Regel anders aus als bei Frauen mit Kinderwunsch.

Frauen ohne Kinderwunsch:

PCO-Patientinnen ohne Kinderwunsch bekommen oft die Anti-Baby-Pille verschrieben, da diese weibliche Hormone enthält, die die Produktion der männlichen Hormone verringern können.  Symptome wie unreine Haut und eine verstärkte Körperbehaarung können so in vielen Fällen erfolgreich behandelt werden. Durch die verhütende Wirkung der Pille bleibt die Infertilität jedoch bestehen.

Frauen mit Kinderwunsch:

Zunächst sollten sich Frauen, die am PCO-Syndrom leiden und schwanger werden wollen, in Behandlung einer speziellen Kinderwunschklinik begeben, um verschiedene Therapie-Optionen mit einem Spezialisten durchzugehen.

Eine Therapie beinhaltet die Gabe von gering dosierten Kortisonpräparaten, die die Produktion von männlichen Hormonen einschränken und so einen Eisprung ermöglichen sollen.

Auch eisprungauslösende Medikamente können bei einem unerfüllten Kinderwunsch verschrieben werden.

Nicht medikamentöse Maßnahmen:

Sollte die PCO-Patientin unter Übergewicht leiden, ist eine Gewichtsreduktion nötig. Hier wird zu Sport und einer kohlenhydratarmen Ernährung geraten. Studien hätten gezeigt, dass Frauen, die erfolgreich abgenommen haben, höhere Chancen hatten schwanger zu werden. Außerdem hätte die Gewichtsreduktion das Risiko an Stoffwechselkrankheiten zu erkranken verringert, so Univ.-Prof. Dr. Lukas Hefler.

Aber auch schlanke PCO-Betroffene sollten sich kohlenhydratarm ernähren, um die Insulinresistenz-Parameter zu verbessern, die sich bei PCO oft verschlechtern und sogar zu Diabetes führen können.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Oft wird das PCO-Syndrom von Frauen übersehen, da sie die Symptome als nicht krankhaft einschätzen. Daher suchen die meisten erst den Arzt auf, wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Seien Sie also wachsam und achten Sie auf mögliche Veränderungen an Ihrem Körper, die auf die Krankheit hinweisen könnten und lassen sich von Ihrem Arzt beraten.

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