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Kinderwunsch ab 30? Deshalb wollen Paare erst so spät Kinder!

Kinderwunsch erst ab 30
Kinderwunsch erst ab 30 Deshalb bekommen Paare so spät Kinder 00:01:12
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86 Prozent der kinderlosen Frauen möchten später Kinder haben

Der Trend ist schon länger zu beobachten: Die Deutschen bekommen ihr erstes Kind immer später. Lag das Durchschnittsalter fürs erste Kind 1971 noch bei 24 Jahren, so lag es 2014 schon bei 31 Jahren - Tendenz steigend. Aber woran liegt das eigentlich?

Kinderwunsch ab 30? Deshalb wollen Paare erst so spät Kinder!

Diese Frage haben sich Peter Matuschek, Leiter der Politik- und Sozialforschung bei Forsa, und Marie-Luise Lewicki, Chefredakteurin der Zeitschrift 'Eltern' auch gefragt und eine Studie zu diesem Thema veröffentlicht.

1.000 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 30 Jahren wurden zum Thema Familienplanung, Kinderwunsch und Partnerschaft befragt. Demnach wünschen sich auch die heutigen jungen Generationen Kinder: 86 Prozent der kinderlosen Frauen und sogar 88 Prozent der kinderlosen Männer möchten später ein oder mehrere Kinder haben.

Das Wunschalter, um Kinder zu bekommen liegt bei den 27- bis 30-Jährigen hinter dem 30. Geburtstag (73 Prozent).

Rund ein Drittel der Befragten Menschen glauben, dass es in Zukunft sogar normal sein wird, Kinder erst mit 50 Jahren zu bekommen. 'Social Freezing' und andere Hilfsmittel für die Verwirklichung eines späten Schwangerschaftswunsches sind den Befragten bekannt: 64 Prozent zeigen sich dem Einfrieren von Eizellen gegenüber aufgeschlossen, 31 Prozent können sich vorstellen, diese Möglichkeit für sich selbst zu realisieren.

Was sind die Gründe für die späte Schwangerschaft?

Die Mehrheit der Befragten gab an, Sicherheit sei ein wichtiger Bestandteil bei der Realisierung des Kinderwunsches: 74 Prozent wollen eine feste Partnerschaft haben, bevor sie Kinder bekommen. Zudem wollen 44 Prozent auch ausreichend Zeit für eine Familie haben.

Arbeit und Familie sollen allerdings unter einen Hut passen, so geben 60 Prozent an, dass beide Elternteile berufstätig sein sollten und sich die Erziehung der Kinder teilen. In Wirklichkeit gehen Sie aber vom Szenario der Kita- und Schulbetreuung aus, was sich nur acht Prozent auch wirklich wünschen.

"Von der Familienpolitik wünscht sich die Mehrheit der Frauen (43 Prozent) und Männer (33 Prozent) großzügige Elternzeitregelungen und ausreichend Betreuungs- und Bildungseinrichtungen (31 Prozent Frauen / 40 Prozent Männer). Was sie sich nicht wünschen, ist ein vorgefertigtes Lebensmodell – wie zum Beispiel die 32-Stunden-Woche für beide oder gar das komplette Outsourcing der Familienaufgaben an den Staat. Der soll lediglich die Bedingungen schaffen, damit junge Eltern die Freiheit haben, ihr (Familien-)Leben individuell zu gestalten. Dazu braucht es aber auch Löhne und Gehälter, die diese individuelle Gestaltung finanziell möglich machen", erklärt Marie-Luise Lewicki, Chefredakteurin der Zeitschrift 'Eltern', die die Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben hat.

Wir haben weitere überraschende Ergebnisse der großen 'Eltern'-Studie in unserem Video für Sie zusammengefasst.

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