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Kindertafel - ein Stück Heimat für hungrige Kinder

Kölner Vorzeigeprojekt: Erfolgsstory Kindertafel

Dass Kinder jeden Tag ein warmes Mittagessen bekommen, ist leider auch in Deutschland nicht selbstverständlich. Alleine in Köln ist jedes vierte Kind von Armut bedroht, viele gehen täglich mit Hunger zur Schule.

Deshalb hat Elisabeth Lorscheidt vor fünf Jahren eine Kindertafel geschaffen. Als die engagierte Mutter anfing, für Kinder zu kochen, ahnte noch niemand, was aus dieser Idee einmal werden würde.

Heute kommen etwa 120 Kinder täglich nach Köln-Kalk, um eine Mahlzeit zu bekommen. Vor allem alleinerziehende Mütter kommen regelmäßig, weil sie sich Essen für ihre Kinder einfach nicht leisten können.

Kinder-Mittagstisch wurde auch ein bisschen Heimat

Und es sind immer mehr Kinder auf die Tafel angewiesen, sodass der Platz in den alten Räumlichkeiten des Vereins knapp wurde. Vor fünf Jahren waren es gerade einmal 40 Kinder, nun sind es über 120 – Tendenz steigend. Und es geht längst nicht mehr nur um ein warmes Mittagessen. "Die Kinder, die kommen, haben zum Teil keine Schuhe an den Füßen, sondern nur Latschen. Da müssen wir unsere Sponsoren bitten, 'habt ihr mal ein paar Schuhe oder eine Winterjacke für die Kids' – die haben ja gar nichts", sagt Lorscheidt.

Nun musste der Verein mit Sack und Pack umziehen. Das neue Zuhause ist nun in den ehemaligen Räumlichkeiten eines Supermarktes. Hier können bis zu 150 Kinder essen. Darüber hinaus gibt es nun einen Raum für Hausaufgabenbetreuung. Ebenfalls wird ein Anti-Aggressionstraining angeboten – für alles gibt es ehrenamtliche Helfer.

Was mit einer kleinen Idee von Elisabeth Lorscheidt begann, ist heute ein wichtiger Teil für die Menschen geworden – und für die Kinder vor allem eines: ein Stück Heimat.

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