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Eileiterschwangerschaft: Symptome und Behandlung

23.11.12 11:59
Eileiterschwangerschaft - Anzeichen und Symptome
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Wenn der Embryo sich an falscher Stelle einnistet

Eine Eileiterschwangerschaft ist eine dramatische Diagnose für eine schwangere Frau. Das Risiko einer solchen Schwangerschaft liegt bei etwa ein bis zwei Prozent, somit ist die Eileiterschwangerschaft eine recht häufige Schwangerschaftskomplikation. Der medizinische Begriff für eine Eileiterschwangerschaft ist 'Tubargravidität‘. Häufig wird auch der Fachbegriff 'Extrauteringravidität‘ (EU) verwendet, er beschreibt eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter.

Im Normalfall wird die Eizelle von den Spermien im Eileiter befruchtet und wandert dann einige Tage durch den Eileiter, um sich dann anschließend als Embryo in der Gebärmutter einzunisten. Dieser Vorgang kann durch verschiedene Dinge gestört werden und der Embryo nistet sich an falscher Stelle ein, in diesem Falle in der Schleimhaut des Eileiters.

Nach Einer Eileiterschwangerschaft braucht der Körper Zeit zur Regeneration

Risikofaktoren für eine Eileiterschwangerschaft

Die größte Wahrscheinlichkeit für eine Eileiterschwangerschaft sind beschädigte Eileiter. Das kann zum Beispiel durch eine frühere bakterielle Entzündung der Eileiter der Fall sein. Trägt eine Frau zur Verhütung eine Spirale, ist das Risiko von Infektionen erhöht und damit auch das Risiko von Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter. Auch angeborene Defekte oder eine 'Endometriose‘ können den Transport der Eizelle erschweren. Das können Polypen im Eileiter oder einer geringe Ausprägung der Muskelschicht des Eileiters sein (hypoplastische Tuben). Immer wieder wird als Grund für Eileiterschwangerschaften der häufige Wechsel von Partnern oder das Rauchen genannt. Eine fundierte wissenschaftliche Bestätigung gibt es dafür aber nicht. Für Frauen, die schon mal eine Eileiterschwangerschaft hatten, besteht ein erhöhtes Risiko einer erneuten Eileiterschwangerschaft.


Eileiterschwangerschaft: Anzeichen und Symptome

Zuerst fühlt sich alles wie bei einer normalen Schwangerschaft an. Das Ausbleiben der Menstruation, morgendliche Übelkeit, Harndrang und ein Spannungsschmerz in der Brust sind auch bei einer Eileiterschwangerschaft üblich. Auch ein Schwangerschaftstest aus der Apotheke zeigt eine ganz normale Schwangerschaft an.
Erstes Anzeichen, dass etwas nicht in Ordnung ist, könnten Schmierblutungen sein. Sie treten oft zwischen der sechsten und neunten Woche auf. Auch Unterleibsschmerzen sollten Schwangere aufhorchen lassen. Schwindelgefühl, allgemeines Unwohlsein, erhöhte Temperatur und Ohnmacht sind alarmierende Warnzeichen, die einen sofortigen Besuch beim Arzt erfordern. Sind die Schmerzen im Unterbauch unerträglich und kommen noch Kreislaufstörungen dazu, muss sofort ein Notarzt gerufen werden.

Der Verlauf einer Eileiterschwangerschaft kann von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein. Eine Diagnose kann erst nach genauen Untersuchungen gestellt werden. Denn die Symptome passen auch auf einige andere Diagnosen. Daher ist eine ärztliche Untersuchung unumgänglich.


Diagnose einer Eileiterschwangerschaft

Der Gynäkologe hat es bei der Diagnose einer Eileiterschwangerschaft nicht leicht. Je früher der Zeitpunkt, umso schwerer kann man sicher etwas auf einem Ultraschallbild erkennen. Ist trotz positivem Schwangerschaftstest nach sechs Wochen immer noch nichts erkennbar, ist die Wahrscheinlichkeit einer Extrauteringravidität, also einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter, sehr hoch. Mit einer Vaginalsonografie kann vom Arzt kontrolliert werden, ob eine Schwangerschaft in der Gebärmutterhöhle besteht. Wird dies ausgeschlossen, werden die Eileiter der Frau mit speziellen Untersuchungsmethoden kontrolliert.


Behandlung einer Eileiterschwangerschaft

Je früher die Diagnose steht, desto geringer ist die Gefahr von Komplikationen und der Beschädigung oder gar Entfernung der Eileiter. Manchmal hilft es abzuwarten: Wenn der Wert des Schwangerschaftshormons nur langsam ansteigt und niedrig bleibt sind die Chancen auf eine natürliche Fehlgeburt (Tubarabort) groß, die Schwangerschaft bildet sich dann ohne Rückstände zurück.
Ist die Eileiterschwangerschaft noch im Frühstadium, kann mit einer Operation, in der Regel endoskopisch mit einer Bauchspiegelung, der Eileiter geöffnet und der in der Schleimhaut eingenistete Embryo entfernt werden. Der Eileiter verheilt nach der Operation meist ohne Komplikationen. Jedoch muss bei einer weiteren Schwangerschaft damit gerechnet werden, dass sich eine Eileiterschwangerschaft wiederholt.
Wenn die Diagnose erst sehr spät gestellt werden kann oder starke Verwachsungen vorliegen, muss der betroffene Eileiter entfernt werden. In den allermeisten Fällen kann er jedoch erhalten werden.
Das durch die Schwangerschaft entstandene Gewebe kann meist vollständig entfernt werden. Gelingt das nicht, muss möglicherweise eine zweite Operation durchgeführt werden oder eine Therapie mit Methotrexat folgen. Dieses wachstumshemmende Zellgift zerstört das im Körper befindliche Schwangerschaftsgewebe.


Wie schnell kann man nach einer Eileiterschwangerschaft wieder schwanger werden?

Nach einer Entfernung der Eileiterschwangerschaft rät man meistens zu mindestens drei Monaten Wartezeit, bis das Gewebe ausreichend verheilt ist. Nach einer Behandlung mit Methotrexat wird üblicherweise zu sechs Monaten Wartezeit geraten.

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