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Fehlgeburt: Symptome und Ursachen

05.11.12 17:04
Eine Fehlgeburt ist für Frauen eine große Belastung.
Bildquelle: Fotolia Deutschland
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Anzeichen einer möglichen Fehlgeburt

Der Strich auf dem Schwangerschaftstest verfärbt sich rosa – und Glück breitet sich im Herzen aus: "Hurra, ich bin schwanger!" Alles ist schlagartig anders, neu und aufregend - wer denkt da schon an eine mögliche Fehlgeburt. Dabei kommen so genannte Aborte recht häufig vor.

Von Merle Wuttke

15 Prozent der Schwangerschaften enden zu früh, in der kurzen Zeit zwischen Empfängnis und nächster Regel sind es sogar 70 Prozent. Nur erkennt man das meist nicht als Fehlgeburt, da man seine Tage ja pünktlich bekommt. Die kritischste Phase liegt aber in den ersten 13 Wochen der Schwangerschaft.

Das Risiko einer Fehlgeburt steigt zwar mit dem Alter an, erstmals mit 30, dann noch einmal mit 35 Jahren – aber dieser Albtraum kann jeder Frau widerfahren. Die Wahrscheinlichkeit gefährdet zu sein, steigt zusätzlich, wenn man: viel Alkohol trinkt, mehr als vier Tassen Kaffee pro Tag zu sich nimmt, raucht, die Gebärmutter nicht normal entwickelt ist oder sich in den ersten Schwangerschaftswochen mit einer Infektionskrankheit wie z.B. Röteln ansteckt. Nach einer bereits erlittenen Fehlgeburt steigt das Risiko ebenfalls noch mal an.

Schrecklich: Wenn aus Babys Engel werden

Das sind Symptome einer Fehlgeburt

Ärzte gehen davon aus, dass gerade die frühen, oft unbemerkten Abgänge eine genetische Ursache haben, dass also der Embryo nicht den normalen Chromosomensatz aufweist oder es Verschiebungen bei den Genen der Eltern gibt. Deshalb sollte man sich nach mehr als zwei Fehlgeburten eventuell einer genetischen Beratung unterziehen. Aber auch nach einer Fruchtwasseruntersuchung oder durch eine Muttermundschwäche kann es später noch zu einem Abort kommen.

Bei periodenartigen Schmerzen immer den Arzt aufsuchen, selbst bei Fehlalarm! Bemerkt man Blut oder sogar Fruchtwasser in der Hose, sollte man sofort Hilfe einholen. Zwar haben ein Fünftel aller Schwangeren in den ersten Wochen Schmierblutungen, aber sich ist sicher. Mögliche Fehlgeburten können durch Bettruhe und Medikamente dann noch verhindert werden.

Wenn Sie Ihr Baby verloren haben, haben Sie das Recht eine Hebamme um Hilfe und Rat aufzusuchen. Bei einer Totgeburt dürfen Sie Ihr Kind beerdigen und Abschied nehmen. In vielen Kommunen gibt es für zu früh geborene und verstorbene Kinder Sammelbestattungen, von Selbsthilfegruppen organisiert und begleitet. Ohnehin kann es helfen, sich einer solchen Initiative anzuschließen, um mit anderen Betroffenen zu sprechen. Manche Eltern beginnen auch, ein Tagebuch zu schreiben, um das Erlebte zu verarbeiten. Wer merkt, dass er allein nicht mit der Situation klar kommt, sollte überlegen, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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