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Entbindung: Welche Geburt passt zu mir?

06.11.12 10:07
Umso näher die Entdindung rückt, um so mehr stellt sich die Frage: Wo soll das Kind zur Welt kommen?
Bildquelle: dpa bildfunk
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Die Wahl des richtigen Geburtsortes

Wenn eine Schwangerschaft das ersehnte Wunschkind ankündigt, ist die Freude groß. Aber je größer die Vorfreude wird, desto näher rückt auch die Geburt - ein wahres Abenteuer. Zur Geburtsvorbereitung gehört für jede Frau aber auch die Überlegung, wo sie das Kind zur Welt bringen möchte.

Zu Hause, im Geburtshaus oder Kreißsaal? Die Auswahl an Geburtsorten ist groß. Daher lohnt es sich, vorab genaue Informationen über den einen oder anderen Ort einzuholen. Je mehr Schwangere darüber wissen, desto unbeschwerter und entspannter können sie sich auf das Abenteuer Geburt einstellen.

Hausgeburt: Hebamme früh kennenlernen

Jährlich kommen etwa 10.000 bis 12.500 Kinder außerhalb von Krankenhäusern auf die Welt. Oftmals entscheiden sich Schwangere bewusst für eine Hausgeburt, weil sie sich in der häuslichen Umgebung am wohlsten fühlen. Zumal: Im Mittelalter war es normal, dass Kinder zu Hause beboren wurden. Heute ist es eher die Ausnahme und wird nicht selten kritisch gesehen - von Ärzten und der Umgebung. Voraussetzung für eine Hausgeburt ist immer, dass vor, während und nach der Geburt alles glatt läuft. Dennoch kann keine Hebamme ausschließen, dass nicht doch etwas passiert. Aber völlig egal, welcher Geburtsort gewählt wird: in 4,3 von 1.000 Fällen kann es zu Komplikationen wie Hirnschäden, Knochenbrüchen oder Tod während oder nach der Geburt kommen.

Bewiesen ist dagegen, dass Frauen, die außerhalb einer Klinik entbinden weniger Schmerzmittel bekommen und seltener Riss- oder Schnittverletzungen des Damms davontragen. Aber: 45 Prozent aller Erstgebärenden, die sich für eine Geburt außerhalb der Klinik entschieden, mussten während der Geburt in ine Klinik verlegt werden. Auf solche Notfälle muss sich jede Schwangere mit Hausgeburt einstellen!

Frauen, die eine Hausgeburt in den eigenen vier Wänden planen, sollten zwischen der zwölften und 20. Schwangerschaftswoche die Hebamme kennenlernen. Denn Nähe und Vertrauen spielen für eine intime Hausgeburt eine große Rolle. Obwohl mit einer Hausgeburt wenige - aber dennoch vertretbare - Risiken verbunden sind, entscheiden sich nur rund zwei Prozent der Schwangeren für eine Hausgeburt.

Die Gründe, die dagegen sprechen, sind nicht von der Hand zu weisen. Treten Komplikationen schon während der Schwangerschaft auf, sollten Frauen eine Geburt unter ärztlicher Aufsicht im Krankenhaus favorisieren. Kommt eine Hausgeburt in Fragen, müssen Hebamme und Frauenarzt frühzeitig informiert werden. Ratsam ist ebenfalls, drei bis vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin Kontakt mit einem Kinderarzt aufzunehmen. Dieser sollte bereit sein, gleich nach der Entbindung zu Hause vorbeikommen, falls das Kind ärztlich versorgt werden muss.

Sollte es bei der Geburt doch zu unvorhersehbaren Notfällen kommen, ist es wichtig, dass schwangere Frauen vorab eine Liste mit Notfall-Telefonnummern zusammenstellen. Rettungsdienst, die nächste Geburtsklinik, der Babynotarztwagen - alle Nummern sollten gut sichtbar in der Nähe des Telefons befestigt werden. Für den Fall der Fälle sollten die werdenden Eltern auch eine Tasche fürs Klinikum gepackt haben.

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