DMDD - das neue ADHS? Eine neue Kinderkrankheit für wütende Kinder
Neue Kinderkrankheit: Erst wütend, dann depressiv
Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt – Kinder, die durchgehend von so starken Stimmungsschwankungen betroffen sind, könnten laut neuesten Erkenntnissen unter DMDD leiden. Diese Abkürzung steht für die Kinderkrankheit Disruptive Mood Dysregulation Disorder.
DMDD-Kinder fallen auf. Die Symptome beginnen, wenn die Patienten unter zehn Jahre alt sind. Oft wird ADHS diagnostiziert, doch damit liegen Ärzte, wie jetzt festgestellt, immer häufiger falsch. Experten schätzen, dass 20 Prozent aller Kinder mit der Diagnose ADHS eigentlich einer anderen Gruppe zugeordnet werden müssen.
Woran kann man DMDD erkennen?
Die richtige Diagnose für diese psychische Störung lautete bis vor kurzem noch „affektive Dysregulation“. Dieser Fachbegriff wurde durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Diagnose „Disruptive Mood Dysregulation Disorder“ erweitert.
In diesem Moment noch in sich gekehrt, traurig und betrübt, und im nächsten Moment wütend, aggressiv und zerstörerisch. Diese Kinder sind aggressiv, vor allem in neuen Situationen, dann wieder unglücklich, ihre Stimmung schwankt, sie sind oft hyperaktiv, kurz: Sie haben alle Schwierigkeiten, die man sich vorstellen kann. Manchmal werden diese Auffälligkeiten unter „Trotzphase“ abgetan, doch dafür sind diese auffälligen Kinder zu alt, ihre Wutausbrüche zu gravierend. Sie schlagen und treten um sich, sind außer sich und in den Ruhephasen unglücklich und depressiv. Sie haben wenig Freunde und viele Probleme im Kindergarten und in der Schule. Mädchen und Jungen sind gleichermaßen von der Stimmungsstörung betroffen.
Die Behandlung dieser Kinder reduziert sich meist noch auf die Einnahme von Psychopharmaka. Aber auch Studien mit anderen Heilmethoden werden erforscht, so z.B. die Lichttherapie.
Forscher weltweit arbeiten weiter zu dem Phänomen, das nun offiziell DMDD heißt.










