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Kindersitze im Test: Preis ist keine Qualitätsgarantie

Kindersitze im Test
Der richtige Kindersitz kann das Leben Ihres Kindes retten. © Robert Brembeck

Zwölf Modelle bekommen Note "gut"

Noch bevor ein Baby auf der Welt ist, wird nicht nur das Kinderzimmer zu Hause neu eingerichtet sondern auch das Auto. Da die Sicherheitspakete in Fahrzeugen hauptsächlich für ausgewachsene Mitfahrer greifen, brauchen Kinder einen eigenen Sitz, der für Sicherheit sorgt.

Jetzt hat der ADAC gemeinsam mit der Stiftung Warentest 27 Kindersitze genau unter die Lupe genommen. Sie kommen zu dem Ergebnis: Der Preis entscheidet nicht über die Qualität. Zwei Kindersitze konnten komplett überzeugen und erreichten die Bestnote "sehr gut", der Peg Perego Primo Viaggio SL & Isofix Base 0+1 und der Kiddy Phoenixfix Pro 2. Zwölf weitere Modelle erreichten immerhin noch die Bewertung "gut".

Reboarder schützen Nackenbereich des Kindes

Ein Sitz schnitt trotz seines hohen Preises von über 400 Euro unerwartet schlecht ab. Die Babyschale Jané Strata & Strata Platform, schrammte nur knapp am Urteil „mangelhaft“ vorbei. Der Grund: Ein deutlich zu langer Gurt, der ein neugeborenes Kind nicht sichern kann.

Auch sogenannte Reboarder, also Sitze, die gegen die Fahrtrichtung montiert werde, wurden getestet. In den vier getesteten Modellen können auch noch Kinder über 13 Kilogramm entgegen der Fahrtrichtung gesichert werden. Die reboarder sind empfehlenswert für großgewachsene Kinder, die nicht mehr in eine Babyschale passen, aber dennoch besser rückwärtsgerichtet gesichert werden sollten. So können Verletzungen des empfindlichen Nackenbereiches beim Frontalaufprall vermieden werden. „Gut“ sind zwei dieser vier getesteten Sitze: Cybex Sirona und Takata Midi & Isofix Base. Beide können wahlweise auch in Fahrtrichtung eingebaut werden.

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