Kindersitze im Test: Gute Fahrt!?

Kindersitze müssen sicher sein
Der richtige Kindersitz kann das Leben Ihres Kindes retten. © dpa, A9999 Lukas Barth

Kein Kindersitz bekommt die Bestnote "Sehr gut"

Gemeinsam mit der Stiftung Warentest hat der ADAC 22 Kindersitze getestet. Die gute Nachricht: Für jede Alterstufe bis zwölf Jahren gibt es mindestens ein "gutes" Produkt. Allerdings gibt es keinen Sitz, der mit "Sehr gut" bewertet wurde.

Getestet wurden insgesamt 22 Kindersitze für jede Alters- und Gewichtsklasse. Davon wurden 14 Sitze für Babys, Klein- und Schulkinder als "gut" bewertet, fünf erhielten die Beurteilung "befriedigend" und drei bekamen nur ein "ausreichend".

Am besten bewertet wurden mit der Note 1,6 ("gut") der "Maxi Cosi Pebble+Family Fix" (bis 13 Kilogramm) und der "Kiddy Energy Pro" (neun bis 18 Kilogramm). Drei Ausreißer bekamen nur ein "ausreichend": Der "Casualplay PrimaFix" (bis 10 Kilogramm), der "Safety 1st Tri Safe+" (9-36 Kilogramm) und der "Chicco Key 2-3 Ultrafix" (15 bis 36 Kilogramm).

Bei der Bewertung waren die Bedienung und die Belastbarkeit der Kindersitze ausschlaggebend. Der sicherste Sitz nützt nichts, wenn eine komplizierte Montage des Sitzes oder eine fehlerhafte Fixierung des Kindes die Sicherheit gefährden.

Bedienung und Sicherheit der Kindersitze ausschlaggebend

Der "Maxi Cosi Pebble+Family Fix" und der "Kiddy Energy Pro" bekommen in der Kategorie Bedienung sogar ein "sehr gut", da sie sich sehr leicht montieren lassen.

Die schlechte Beurteilung der drei nur mit "ausreichend" bewerteten Kindersitze beruht auf den Ergebnissen beim Seitencrahtest:

Wie beim "Casualplay PrimaFix" rutscht auch beim "Chicco Key 2-3" während eines Seitencrashs der Kopf des Dummys aus den Seitenwangen des Kindersitzes heraus und berührt die Fahrzeugtür. Dies stellt ein zusätzliches Verletzungsrisiko für die Kleinsten dar.

Bei dem "Safety 1st Tri Safe+" für Kinder von einem bis zwölf Jahren ist der Schulterbereich für größere Kinder viel zu eng geschnitten. Wird die Rückenstütze deshalb abgenommen, bietet er keinerlei Seitenaufprallschutz mehr.

Der "Casualplay" ist darüberhinaus schwierig zu bedienen und einzustellen, weil der Rückenwinkel des Sitzes abhängig vom Gewicht des Kindes mehr oder weniger geneigt werden muss. Auch die Sicherung des Kopfteils mit einem Zusatzgurt macht den Einbau sehr aufwändig.

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