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Kindersitze im Test: Fünf Produkte fallen durch

ADAC-Kindersitz-Test 2012

Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest 33 Kindersitze getestet. Fünf Sitze wiesen erhebliche Sicherheitsmängel auf und wurden mit "mangelhaft" bewertet. Immerhin 17 Kindersitze ergatterten das Urteil "gut". Außerdem positiv: Kein einziges Produkt fiel wegen einer zu hohen Schadstoffbelastung durch.

Kindersitze im Test: Fünf Produkte fallen durch
ADAC Kindersitz-Test 2012 © dpa, Patrick Pleul

Der ADAC bemängelt, dass ein ausreichendes Schutzniveau bei Kindersitzen immer noch keine Selbstverständlichkeit sei. Die Kindersitze Graco Logico L, Graco Junior Maxi, Easycarseat Inflatable, Kiddy Guardianfix Pro sowie Peg Perego Viaggio Convertibile zeigten hohe Belastungswerte im Front- oder Seitencrash. Entsprechend fielen diese Kindersitze mit "mangelhaft" durch.

Sehr erfreulich fiel die Schadstoff-Untersuchung aus: Die zwei Kindersitze Maxi Cosi Rodifix und Phil & Teds Tott XT, deren Vorgängermodelle aufgrund der hohen Schadstoffkonzentration beim letzten ADAC Test ein "mangelhaft" bekamen, haben sich derartig verbessert, dass sie im aktuellen Test in dieser Disziplin sogar ein "sehr gut" erzielen. Die Hersteller haben also ihre Produkte deutlich verbessert.

Dass ein hoher Preis kein Garant für genug Sicherheit ist, zeigt der Peg Perego Viaggio Convertibile. Er versagt in der Sicherheit völlig, kostet allerdings 209 Euro. Noch teurer: der Kiddy Guardianfix Pro. Auch er erhält ein "mangelhaft", hat aber einen stolzen Preis von 269 Euro. Die Eltern können sich beim Kauf eines Kindersitzes also keinesfalls darauf verlassen, dass ein hoher Preis automatisch ausreichend Schutz bringt. Auf ein persönliches Gespräch und optimale Beratung beim Kauf sollte daher niemand verzichten. Noch auffallend beim Thema Sicherheit: Von den fünf mangelhaften Produkten sind drei beim Seitencrash durchgefallen. Der ADAC fordert deshalb, dass der Seitencrash so schnell wie möglich Teil des amtlichen Zulassungsverfahrens für Kindersitze wird.

Die Modelle Cybex Aton 2, Cybex Aton 2 Isofix und Cybex Juno-Fix Isofix konnten in der Kategorie Sicherheit sogar die Note "sehr gut" ergattern. Auffällig ist, dass immer mehr Kindersitze sich zur Befestigung mit Isofix eignen. Sitze mit Isofix-Befestigung haben den Vorteil, dass die Gefahr von Fehleinbauten und auch das Verletzungsrisiko der Kinder reduziert werden können.

In der diesjährigen Untersuchung wurden Kindersitze aus allen Gewichtsklassen in den Kriterien Sicherheit, Bedienung & Ergonomie, Schadstoffgehalt, Reinigung und Verarbeitung getestet. Wichtig für die Käufer der Produkte: Die Kleinsten müssen bei jeder Fahrt im Sitz richtig gesichert sein. Vor dem Kauf sollte man sich unbedingt Bedienung und Einbau erklären lassen. Um Fehler beim Einbau zu vermeiden, muss die Bedienungsanleitung genau befolgt werden.

Außerdem empfiehlt der ADAC, den Sitz im eigenen Fahrzeug zu testen: Nicht jedes Produkt passt optimal in jedes Auto. Der Kindersitz muss sich stabil befestigen lassen. Besonders auf den richtigen Gurtverlauf ist zu achten.

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