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Kinderregenjacken-Test: Guter Schutz vor Regen und Kälte muss nicht teuer sein

Daran erkennen Sie eine gute Kinder-Regenjacke
Daran erkennen Sie eine gute Kinder-Regenjacke Drei Kinder machen den Praxis-Test 00:06:00
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Welche Regenjacke schützt am besten vor Kälte und Nässe?

Mit dem Herbst beginnt die Regenjacken-Saison. Besonders Kinder brauchen eine Jacke, die den Regen wirklich abhält und gleichzeitig warm hält. Die Auswahl an Regenjacken ist riesig: Es gibt hunderte Modelle in den unterschiedlichsten Preisklassen, von 10 bis 100 Euro ist alles dabei. Sind die Qualitätsunterschiede wirklich so groß? Und macht es Sinn, viel Geld für eine Regenjacke auszugeben? Oder hält eine Jacke für kleines Geld genauso warm und trocken?

Kinderregenjacken-Test: Guter Schutz vor Regen und Kälte muss nicht teuer sein
© picture-alliance/ dpa, Patrick Pleul

Drei Kinder, drei Jacken. Und die grundsätzliche Frage: Welche Thermo-Regenjacke hält am besten warm und trocken? Die kleine Regenfans Sayuri, Marleen und Ben machen den Praxis-Test und dürfen sich ihre Testjacke selbst aussuchen. Die Preise der drei Jacken liegen bei 60, 35 und 8 Euro. Wer welche Jacke trägt, wissen weder die Kinder noch ihre Eltern.

Auf den ersten Blick scheinen alle drei Jacken zu überzeugen. Doch halten die Jacken, was sie versprechen? Eine Thermojacke muss schließlich auch funktionell sein. Worauf es dabei wirklich ankommt, erklärt Textil-Expertin Elena Meer: „Kinder spielen lange und viel draußen. Eine Thermo-Regenjacke muss den Wärmehaushalt deshalb optimal regulieren.“

Zuerst wird daher der Kälteschutz getestet. In einem Kühlhaus testen die Kinder mittels einer Wärmebildkamera bei vier Grad, ob die Jacken auch wirklich ausreichend warm halten. Nach 15 Minuten sieht man deutlich, dass jede Jacke unter den Armen Wärme verliert. Bei Bens Jacke entweicht die Wärme auch im Rücken- und Schulterbereich. Deshalb vergeben seine Eltern null Punkte. Die Jacke von Marleen bekommt einen, die von Sayuri zwei Punkte.

Guter Regenschutz für Kinder muss nicht teuer sein

Wie sieht es mit dem Regenschutz aus? Im Test kommt der Regen aus der Gießkanne. Löschpapier in den Taschen soll gleich zeigen, ob die Jacken dicht halten. Auf den ersten Blick perlt das Wasser bei allen drei gut ab. Bei Ben hat das Löschpapier in den Taschen zwar feuchte Stellen, ansonsten ist aber alles trocken. Entsprechend wird die Jacke mit zwei Punkten bewertet. Auch bei Marleen ist Wasser in die Taschen gekommen - allerdings nicht nur dorthin. Deshalb vergeben ihre Eltern für die Jacke nur einen Punkt.

Wenn die Jacke nass und dreckig ist, muss sie natürlich auch gewaschen werden. Deshalb liegt das Augenmerk beim dritten Praxistest auf der Reinigung. Halten die Nähte den Schleudergang aus und trocknet die Jacke schnell für den nächsten Herbstausflug? Der Vorteil von Ben und Sayuris Jacken: Sie dürfen in den Trockner. Marleens Jacke dagegen muss an der Luft trocknen. Das bringt einen Punkteabzug. Die anderen beiden Jacken haben die Reinigung gut überstanden.

Das Fazit: Sayuris blaue Jacke führt mit fünf Punkten. Bens bunte Jacke liegt knapp hinter ihr. Marleens Jacke hat nur zwei Punkte bekommen. Das Überraschende: die teuerste Jacke hat im Versuch am schlechtesten abgeschnitten, die günstigste am besten.

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