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Kindern vorlesen: SO lesen Sie Geschichten spannend vor

Spannend vorlesen: SO begeistern Sie Ihr Kind
Spannend vorlesen: SO begeistern Sie Ihr Kind Vorlesen macht schlau 00:02:03
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Vorlesen: SO lesen Sie eine Geschichte spannend vor

Vorlesen macht Kinder schlauer! Das hat eine Studie der Stiftung Vorlesen belegt. 524 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren aller Bildungsschichten wurden dabei untersucht. Das Ergebnis: 70 Prozent der Kinder hatten in Deutsch sehr gute bis gute Noten, wenn ihnen täglich vorgelesen wurde. Doch auch in Biologie oder Kunst sind die Kinder besser in der Schule als Kinder von Vorlesemuffeln.

Zudem scheint das Vorlesen auch die persönliche Entwicklung von Kindern zu beeinflussen. Sie seien offen, kreativ und zuverlässig.

Doch wie kann man einem Kind eigentlich effektiv vorlesen? Wir haben fünf Tipps, wie Sie Ihren Nachwuchs begeistern werden.

1. Geschichte kennen

Damit Sie wissen, wo Sie Spannung, Pausen und Stimmwechsel vornehmen, sollten Sie die Geschichte vorher einmal für sich gelesen haben. Das verringert auch die Wahrscheinlichkeit, an unklaren Stellen ins Stocken zu geraten und den Vorlesespaß so zu bremsen.

2. Mit der Stimme spielen

Kinder leben beim Vorlesen von den Unterschieden der verschiedenen Charaktere, Erwachsene hingegen sind eher an deren Beziehungen untereinander interessiert. Um die Geschichte spannend zu gestalten, können Sie für jeden Charakter eine individuelle Stimmlage verwenden, oder zumindest jedem ein einzigartiges Merkmal verpassen. Lesen Sie einen Opa in der Geschichte alt und kratzig vor, Tiere oder Kinder hingegen mit heller, übertriebener Stimme. Ihr Schützling wird vor Freude lachen.

3. Auf das Tempo achten und Pausen einbauen

Manche Sätze oder Szenen lassen sich dramatisieren, indem Sie auch mit Tempo und Pausen arbeiten. Eine hektische Mutter redet schnell und ungehalten, wohingegen der traurige Klassenkamerad langsam und wehleidig spricht. Probieren Sie es mal!

4. Mit Lautstärke variieren

Flüstert jemand in der Geschichte oder ist er wütend? Zeigen Sie es! Natürlich sollten Sie im Hinterkopf behalten, wie spät es ist: Wenn Ihr Kind wohlig einschlafen soll, kann es besser sein, wenn Sie nicht mehr so laut brüllen. Aber auch mit sanfter Lautstärke und Atemtechnik, kann man Wut und Ärger deutlich machen.

5. Handlungen visualisieren

„Ich bin traurig“, schluchzte das Kaninchen - Dann tun Sie es! Schluchzen, gähnen, flöten, singen oder schnalzen – das alles können Sie lernen und umsetzen. Ihr Kind wird nie wieder einen anderen Vorleser haben wollen, denn es gibt nichts Schöneres als ein persönliches, abwechslungsreiches Vorlesen.

In unserem Video haben wir weitere spannende Tipps für Sie. Zum Beispiel, welche Bücher und Medien sich besonders gut zum Vorlesen eignen oder zu welcher Tageszeit es am meisten Sinn macht.

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