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Kindererziehung in der Pubertät: Tipps für Eltern

Kindererziehung in der Pubertät: Tipps für Eltern
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So schaffen es Eltern und Kind gut durch die Pubertät

Ihr Kind ist in der Pubertät und Sie verzweifeln an den tagtäglichen Kämpfen? Keine Angst, das ist ganz normal! Wir haben ein paar Tipps, wie Sie diese aufregende Phase gemeinsam mit Ihrem Kind gut überstehen.

Sexualtität

Ihr Kind durchlebt während der Pubertät ein heftiges Gefühlsleben. Von daher brauchen Sie sich auch zunächst nicht sorgen, wenn Ihr 14-Jähriger Teenager zum ersten Mal verliebt ist - um Sex geht es da in der Regel noch gar nicht. Die erste Liebe spielt sich meistens im Herzen und im Kopf ab. Mit 14 bekommen die meisten Heranwachsenden ihren ersten Kuss, das "erste Mal", also den ersten Geschlechtsverkehr, erleben Teenager durchschnittlich zwischen 16 und 18 Jahren. Dennoch ist ein aufklärendes Gespräch zum Thema Verhütung auch schon mit 14 Jahren sinnvoll.

Konflikte

"Was hast du denn an? So gehst du mir nicht raus!" - wohl alle Eltern von pubertierenden Teenagern kennen diese Diskussionen. Dabei geht es fast immer darum, Grenzen auszuloten und Regeln neu zu definieren. Und das ist auch gut so, denn darum geht es in der Pubertät: sich von den Eltern loszulösen. Dieser Prozess macht den meisten Eltern Angst, sie wollen ihre Kinder nicht verlieren. Doch denken Sie immer daran: Sie sind wichtiger Teil des Prozesses. Deshalb müssen Sie Ihrem Kind den Weg weisen und Grenzen setzen, zu viel Freiheit würde es überfordern.

Ausgeh-Zeiten

Hier ist es an Ihnen, feste Zeiten mit dem Kind zu vereinbaren, an das es sich halten muss. Tut es dies, können die Zeiten ausgeweitet werden, als Belohnung und Vertrauensbeweis. Eine Regelung könnte zum Beispiel lauten: Mit 14 Jahren darf das Kind bis 22 Uhr ausgehen und mit jedem Lebensjahr wird die Zeit um eine Stunde nach hinten verlängert. Allerdings sollte diese Regelung nur für Wochenenden gelten - während des Schulalltags sollte das Kind frühzeitig daheim sein.

Alkohol und Drogen

Nahezu alle Teenager probieren Alkohol und Zigaretten aus, viele kommen aber auch in Kontakt mit Haschisch oder sogar härteren Drogen. Grundsätzlich ist wichtig, dass Sie den Kontakt zu Ihrem Kind halten und ihm ein gesundes Selbstbewusstsein vermitteln. Denn ein starkes Kind ist weniger gefährdet, durch einen falschen Freundeskreis zum Drogenkonsum verleitet zu werden. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es mit allen Problemen zu Ihnen kommen kann. Wenn es Ihnen von Erlebnissen berichtet, reagieren Sie mit Verständnis und nicht mit Sanktionen.

Schule

Viele Eltern verzweifeln an der Null-Bock-Haltung ihrer pubertierenden Kinder. Vor allem beim Thema Schule gibt es hohes Konfliktpotential. Wenn Sie Ihr Kind zum Lernen motivieren wollen, stecken Sie mit ihm gemeinsam Ziele ab. Und zwar kurzfristige Ziele, die es auch erreichen kann. Denn Erfolgserlebnisse sind wichtig! Vereinbaren Sie beispielsweise also zunächst die Verbesserung um eine Note. Erst danach kann die gefährdete Versetzung angegangen werden.

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