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Kinderängste - Die besten Tipps gegen die Angst

Wenn Kinder Angst haben: Wie Sie helfen können

Kinder haben vor vielen Dingen oder Situationen Angst - das ist natürlich und auch wichtig für ihre Entwicklung. Angst schützt auch davor, sich zu waghalsig in gefährliche Situationen zu stürzen. Und wenn Kinder ihre Ängste überwinden, stärkt das ihr Selbstbewusstsein.

Kinderängste - Die besten Tipps gegen die Angst
© picture alliance / CTK, Sterba Martin

Ob Ihr Kind eher ein kleiner Angsthase oder ein Draufgänger ist, hängt von vielen Faktoren ab: Vom Charakter des Kindes, von der Lebenssituation, bis hin zu der Art, wie Sie selbst als Eltern mit Ängsten umgehen. Doch bei der Überwindung der typischen Kinderängste kann man Kinder unterstützen - und so aus kleinen Hasenfüßchen mutige Superhelden machen. Wir haben einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Kontaktverlustangst

Angst vor dem Alleingelassenwerden begleitet Kinder schon seit ihrer Geburt: Wenn die Mutter einen Säugling alleinlässt, droht elementarer Verlust an Wärme und Nahrung. Babys können lautstark protestieren, wenn man sie in ein kaltes Bettchen legt und dann aus dem Zimmer geht. Das einfachste Mittel gegen diese natürliche Angst ist es, das Kind nicht alleinzulassen und es auf den Arm zu nehmen. Es kann aber auch ausreichen, beruhigend auf das Baby einzureden, damit es hört, dass man in der Nähe ist. Das funktioniert auch aus dem Nebenzimmer.

Umweltangst

Das Fremde und Unbekannte ängstigt - das empfinden mitunter auch Erwachsene so. Kleinkinder haben oft vor Geräuschen, die sie nicht einordnen können, Angst - besonders wenn sie laut sind. Auch extreme unangenehme Gerüche können bei sehr sensiblen Kindern Furcht auslösen oder ganz einfach fremde räumliche Situationen (Kita, Kinderarztpraxis). Kinder sind mit neuen Sinneswahrnehmungen oft schnell überfordert. Wenn sie die Möglichkeit haben, "es langsam angehen zu lassen", für die nötigen Pausen zu sorgen und das Kind langsam an die Ursache - beispielsweise eines fremden Geräusches - heranzuführen, kann es seine Furcht verlieren. Vertrauen Sie dabei auf Ihr Bauchgefühl, ab wann es Ihrem Kind "zu viel" wird. Auch spielerische Rituale können oft helfen, zum Beispiel eine Zauberformel gegen Gewitter.

Fremdeln

Mit etwa acht Monaten lernt ein Baby, die vertrauten Gesichter seines engsten Umfeldes von fremden Gesichtern zu unterscheiden. Es reagiert mit Angst und Unwillen, wenn eine fremde Person es auf den Arm nehmen will - das Kind "fremdelt". Diese Angst können Sie abmildern, indem Sie Ihr Baby schon sehr früh daran gewöhnen, auch mal von anderen Personen betreut zu werden. Das sollten höchstens zwei oder drei sehr vertraute Menschen sein, wie die Oma oder die Tante. Auch hier gilt: Nicht zu viele verschiedene oder ständig wechselnde Personen, um das Kind nicht zu überfordern.

Nachtangst

Angst vor Dunkelheit zu haben, ist eine menschliche Urangst und bei Kindern oft recht stark ausgeprägt. Außerdem können kleine Kinder, die zu Alpträumen neigen, diese in der Nacht oft kaum von der Realität unterscheiden. Wenn dann Mama und Papa nicht in der Nähe sind, ist die Angst groß. Grundsätzlich helfen entspannte, liebevolle Rituale beim Zubettbringen, den Kindern ihre Angst von der Dunkelheit zu nehmen - und natürlich eine kleine Lichtquelle oder eine angelehnte Tür. Auch Bücher mit schönen Gute-Nacht-Geschichten helfen bei einer sanften Reise ins Land der Träume.

Die Angst vor dem Monster unter dem Bett

Die sogenannte "Magische Phase" oder die Angst vor Fantasiegeschöpfen oder -welten zeigt sich, wenn Kinder Angst vor ominösen Monstern, Krokodilen und anderen unerwünschten Untermietern unter dem Bett oder im Schrank entwickeln. Wenn sich Ihr Kind also durch eine Hexe bedroht fühlt, die sich hinter dem Vorhang eingenistet hat, hat es oft selbst die besten Ideen, mit welchen "Zaubermitteln" man sie wieder vertreiben kann. Überlegen Sie ruhig mit Ihrem Kind zusammen, ob man dem Monster vielleicht mit einem "Zauberlied" oder einem Talisman zu Leibe rücken oder die Hexe vielleicht mit einem Schokoriegel bestechen kann.

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