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Kinder vor Missbrauch schützen: Diese Tipps können Eltern helfen

Pädophile im Netz: So können Eltern ihre Kinder schützen
Pädophile im Netz: So können Eltern ihre Kinder schützen Die Gefahr von Online-Spielen mit Chat-Funktion 00:03:22
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Schützen Sie Ihr Kind vor möglichem Missbrauch

Alleine für 2015 weist die 'Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundesinnenministeriums' etwa 12.000 Fälle sexuellen Kindermissbrauchs auf - von der Dunkelziffer ganz zu schweigen. Diese Zahlen erschrecken, sie verunsichern und machen Angst. Doch deswegen das Kind nicht in eine KiTa mit männlichen Erziehern geben oder es nicht mehr alleine zur Schule laufen lassen? Das kann nicht die Lösung sein.

Kinder vor Missbrauch schützen
Diese Tipps können Eltern helfen

Wir zeigen, wie Sie Ihr Kind vor Missbrauch schützen können und welche Regeln dabei eine große Rolle spielen.

Aufklären und Regeln aufstellen

Es gibt leider keinen hundertprozentigen Schutz vor sexuellem Missbrauch. Doch es gibt eine Reihe von präventiven Maßnahmen, die Eltern treffen können:

1. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind ein bestimmtes Codewort, das für einen Hilferuf steht. Dieses Wort sollte von anderen aber nicht als solcher verstanden werden.

2. Auf dem Schulranzen sollte NICHT der Name des Kindes stehen. Ist das nämlich der Fall, so kann der vermeintliche Täter das Kind direkt ansprechen und so eine persönliche Beziehung suggerieren.

3. Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass es zu niemanden ins Auto steigen und niemanden in die Wohnung lassen darf, wenn es alleine ist.

4. Ihr Kind muss über die Gefahren des Internets Bescheid wissen. Weisen Sie ihm klare Regeln auf - zum Beispiel, dass es nicht mit Fremden chatten oder die Telefonnummer rausgeben darf. Um sicher zu gehen, dass Ihr Kind nicht auf ominöse Seiten stößt, können Sie auch einen Jugendschutz einrichten. Das ist mittlerweile auf fast jedem Computer möglich.

Ganz wichtig ist auch, die Kinder aufzuklären und zu bestärken, so Paula Honkanen-Schoberth, die Chefin des Kinderschutzbundes. Denn Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit seien der beste Schutz. Doch wie sieht diese Aufklärung aus?

1. "Dein Körper gehört dir!"

Klären Sie Ihr Kind sachlich und altersgemäß auf. Bringen Sie ihm bereits früh bei, dass niemand es gegen seinen Willen anfassen darf.

2. Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl, dass es Ihnen alles erzählen kann und machen Sie Missbrauch nicht zu einem Tabuthema.

3. Auch Selbstverteidigungskurse können eine gute Unterstützung sein, um das Selbstvertrauen des Kindes zu stärken.

4. "Du darfst "nein" sagen!"

Wenn Ihrem Kind etwas nicht gefällt, ihm etwas Angst macht oder sogar weh tut, dann muss es das sagen. Ihr Kind muss sich von Erwachsenen nicht alles gefallen lassen.

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