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Kinder-Schneeanzüge im Ökotest: Überall Schadstoffe

Chemikalienrückstände in Kinder-Schneeanzügen gefunden

Die Verbraucher-Zeitschrift Ökotest hat 15 Schneeanzüge für Kleinkinder unter die Lupe genommen. Im Fokus der Untersuchung standen ein Schadstoff- und Materialtest. Das erschreckende Ergebnis: Kein einziges Modell wurde mit 'gut' oder 'sehr gut' bewertet. Denn die meisten untersuchten Kinder-Schneeanzüge enthielten gefährliche Chemikalienrückstände. Außerdem wurden fast alle Anzüge abgewertet, weil die optische Aufheller im Etikett enthalten.

Eigentlich sollen Schneeanzüge Kinder ja warm und damit gesund halten. Schließlich lieben es Kinder, draußen zu spielen und zu toben – egal bei welchem Wetter. Doch die aktuellen Ökotest-Ergebnisse lassen Eltern an dem Nutzen von Schneeanzügen für ihre Kleinkinder zweifeln – zurecht. In den Schneeanzügen wurden zum Beispiel die Schadstoffe Antimon oder Formaldehyd gefunden.

Jürgen Stellpflug von Ökotest zeigt sich besorgt: "Uns besorgen vor allem die mangelhaften und ungenügenden Produkte, denn die enthalten krebsverdächtige oder krebserregende Stoffe."

Ökotest: Gewinner und Verlierer

Die größten Verlierer im Test: Der Kinder-Schneeanzug 'Jako-O Schnee-Overall robust' für 69,95 Euro fiel mit dem Ökotest-Urteil 'ungenügend' komplett durch. Und auch die Modelle 'Finkid Pikku Winter' für 139.95 Euro und der etwas günstigere 'Meru Ringebu Overall' für 89,95 Euro wurden aufgrund gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe mit 'mangelhaft' bewertet.

Lohnt es sich angesichts dieser alarmierenden Ergebnisse, auf teurere Marken-Modelle zu setzen? Nein, auch die teureren Schneeanzüge schnitten bei Ökotest nicht besser ab - im Gegenteil! Der Testsieger unter den Kinder-Schneeanzügen ist zugleich das günstigste Modell: Der 'Next Schneeanzug' für nur 42,50 Euro führt das Schneeanzug-Ranking mit dem Ökotest-Urteil 'befriedigend' an.

Ein kleiner Lichtblick: Zumindest die Funktion der Schneeanzüge für Kleinkinder wurde von Ökotest gut bewertet.

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