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Kinder mit Down-Syndrom: Mütter machen sich für ihre Töchter stark

Mütter wehren sich gegen dumme Fragen
Mütter wehren sich gegen dumme Fragen Ihre Kinder haben das Down-Syndrom 00:02:08
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Mütter machen sich stark für ihre Kinder mit Down Syndrom

Caroline Boudet wusste, dass ihre Tochter Louise mit Down-Syndrom auf die Welt kommen wird. Für viele Menschen ist ihre Entscheidung, ihre Tochter zu bekommen, unverständlich, doch weil sie die fiesen Blicke einfach satt hat, postete sie eine rührende Botschaft auf Facebook: "Sollten Sie einem Kind wie Louise begegnen, fragen Sie die Mutter bitte niemals: 'Hat man das nicht schon während der Schwangerschaft festgestellt?‘"

Es sind Worte, die auch Anett Dannemann aus der Seele sprechen. Ihre Tochter Hannah hat das Down-Syndrom. Die 14-Jährige beginnt gerade sich für Schminke zu interessieren, erzählt ihre Mutter: "Ansonsten mag sie unheimlich gern Musik und DVDs. Sie badet und tanzt gerne." Hannah ist also ein Mädchen wie jedes andere auch.

Über die ständig bohrenden Fragen der Leute ärgert sich Anett Dannemann heute nicht mehr. "Ich habe oft Fragen gehört wie: 'Verwächst sich das?' 'Seit wann hat sie das denn?' oder 'Geht das wieder weg?'", listet sie auf. "Aber darüber lächel ich heute nur noch", erklärt sie. "Ich finde es eigentlich schade für die Eltern, die diese Erfahrung nicht machen, die sich dagegen entscheiden - weil die sich sicher ärgern würden, wenn sie wüssten, was sie verpassen." Keine Frage, ihre Tochter Hanna ist und bleibt ein Mensch, der immer besondere Zuwendung benötigen wird. Doch ein Leben ohne sie ist für Anett Dannemann einfach unvorstellbar.

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